Mangold mit Tahini-Joghurt

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Da meine Dachwohnung gestern abend einer Sauna in Sachen Auslösen von Schwitzattacken in nichts nachstand, blieb die Küche (mehr oder weniger) kalt. Eine schöne Gelegenheit um ein weiteres Ottolenghi Rezept auszuprobieren – diesmal aus dem von mir mit Nachkoch-Klebezetteln überhäuften Kochbuch Jerusalem: Mangold mit einem Dip aus Tahini und Joghurt.

Bei der Zubereitung habe ich mich nicht ganz ans Rezept gehalten, weil mir einiges doch recht umständlich vorkam (zum Beispiel das getrennte Blanchieren vorab von Stielen und Blättern) oder von den Mengenangaben her nicht meinem Geschmack entsprach. So habe ich beispielsweise die Tahini-Menge deutlich reduziert, weil mir der Dip sonst im Geschmack zu dumpf geworden wäre.

Leider ist das ganze optisch kein Riesenknaller geworden, aber es zählen ja die inneren Werte… Das Rezept ergibt eine unkomplizierte und recht leckere kleine Vorspeise – schmeckt mir aber insgesamt noch ein bisschen zu eindimensional (vielleicht bin ich aber auch nur einfach schon von zahlreichen anderen Ottolenghi Rezepten „verdorben“, so dass sich die Erwartungshaltung jedes Mal ins Unermessliche schraubt…). Wie erwähnt ergibt die Verwendung von Tahini zwar einen süßlich – erdigen Geschmack, der gut mit der Frische von Joghurt und (in meinem Fall) Zitrone (statt Wein) harmoniert, mir fehlt dann aber insgesamt wieder ein bisschen Süße oder Fruchtigkeit. Das nächste Mal würde ich das Rezept noch mal mit ein paar evtl. leicht ankaramellisierten und in Butter geschmorten Birnenstückchen unter dem Mangold versuchen.

Zutaten für 2-3 Vorspeisenportionen:

Für das Mangold-Gemüse:

  • 2 Bund Mangold (alternativ 1 großer Mangold)
  • 2 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • Olivenöl zum Anbraten

Für Dip und Topping:

  • 1 Becher stichfester Joghurt
  • 2 EL Tahini
  • 1 Knoblauchzehe
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 EL Olivenöl
  • Salz
  • Cayennepfeffer
  • 1 Hand voll Pinienkerne
  • Abgeriebene Zitronenschale nach Belieben
  1. Für das Gemüse Mangold verlesen und in etwa 1 cm breite Stücke schneiden, 2 Knoblauchzehen in feine Scheiben schneiden.
  2. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten – herausnehmen.
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Mangoldstiele zugeben und 2-3 Minuten braten, dann die Blätter zugeben und zusammenfallen lassen. Knoblauch zugeben und durchschwenken, bis er anfängt zu duften. Salzen und leicht pfeffern. Mit Zitronensaft beträufeln.
  4. Für den Dip restlichen Knoblauch fein hacken oder durchpressen und mit den Dip-Zutaten verrühren, bis eine sämige Masse entstanden ist.
  5. Mangold in Portionsschälchen anrichten und je einen Klecks Dip darauf geben. Mit Pinienkernen und nach Belieben etwas Cayennepfeffer und Zitronenschale bestreuen.

Dazu: Dünne Scheiben angeröstetes Ciabatta oder Baguette.

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Hallo „Et Tring“. Vielleicht hätten es auch einfach einige getrocknete Cranberries oder Rosinen getan?
    Ich wohne zum Glück im Erdgeschoss, da bleibt’s länger kühl… :-)
    Liebe Grüße Eva

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    1. Tring sagt:

      Hallo Eva,

      Cranbarries sind ne super Idee – dann wirds auch optisch ein bisschen schöner ;-)

      Liebe Grüße,
      Tring

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