Sommerlicher Bulgursalat

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Es hat lange gedauert, bis ich mich das erste Mal an einen Bulgursalat getraut habe. Nicht, weil er so wahnsinnig kompliziert ist, sondern weil ich ehrlich gesagt gegenüber dem kleinem Gegrissel zumindest in Salatform gewisse Vorurteile hatte. Aber: seit ich vor ein paar Monaten das erste Mal eine Art Tabouleh ausprobiert habe, bin ich irgendwie angefixt. Seitdem geht Bulgursalat eigentlich immer – gerne auch noch abends um zehn, bei spontanem Heißhunger, und vermutlich würde ich ihn auch an 3 Tagen in der Woche essen (auch wenn ich das zugegebenermaßen noch nie ausprobiert habe).

Das folgende Rezept hat sich im Laufe der Zeit zu meinem persönlichen Favoriten herauskristallisiert und hat vermutlich mit dem Original (so es denn DAS ORIGINAL überhaupt gibt) nicht mehr viel gemeinsam, was aber zumindest mich nicht sonderlich stört ;-) Der Salat lässt sich wunderbar auch einen Tag vorher zubereiten und munter variieren, je nachdem was der Kühlschrank und die Gemüsekiste so hergeben. Ich habe ihn auch schon mit Grillgemüse (Aubergine, Paprika und Zucchini) und klein geschnittenen eingelegten Peperoncini ausprobiert, was ich auch durchaus lecker fand. Hier kommt jetzt allerdings die eher simple Variante, bei der die Küche kalt bleiben kann.

Für 8-10 Portionen:

  • 500g Bulgur (alternativ Cousous), ich nehme immer die mittlere Stärke
  • 1 1/2 TL Salz
  • 4 großzügige EL Tomatenmark
  • 800ml Wasser
  • je ein TL gemahlener Koriander und Kreuzkümmel
  • 2 Hand voll Radieschen
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 200g Schafskäse
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 kleine Gurken (ich nehme immer die krummen)
  • 4 große Tomaten
  • 1 großer Bund Petersilie
  • 1/2 Bund Minze
  • 4 EL Granatapfelsirup
  • Saft von 2 Zitronen
  • 1 TL Paprikamark (scharf)
  • 12 EL Olivenöl (ja, wirklich so viel!)
  • Pfeffer
  1. Bulgur mit Saltz und Tomatenmark in eine große Schüssel geben. Mit kochendem Wasser überbrühen und durchrühren, so dass sich das Tomatenmark gut auflöst. 10 Minuten ziehen lassen.
  2. Koriander, Kreuzkümmel und Sirup untermischen.
  3. Knoblauch fein hacken, Radieschen fein würfeln und Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.Tomaten und Gurken entkernen und das Fruchtfleisch fein würfeln. Schafskäse ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Kräuter fein hacken und alles untermischen.
  4. Zitronensaft, Paprikamark und Olivenöl gut verrühren und über den Salat gießen. Gut durchmischen und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Dann noch mal probieren und ggf. mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken und nachjustieren, falls er durch das Durchziehen zu trocken geworden sein sollte.

 

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Du wirst lachen, ich habe gerade eine ganz Woche Couscous allabendlich hinter mir (Radlurlaub) und brauche jetzt erstmal eine Pause. ;-) Dann aber gern wieder. Warum braucht dein Salat soviel Olivenöl?

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    1. Tring sagt:

      Oh, ja dann hast du nach einer kompletten Woche sicher ein paar Variationen durch ;-) Mir ist der Salat mit weniger Olivenöl einfach zu trocken. Ich gebe zu, dass er dadurch nicht gerade ein Leichtgewicht ist – andererseits verteilt es sich ja bei der Menge auch auf ein paar Leute…

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  2. evazins sagt:

    Ok, das mit der Trockenheit kenne ich und „bekämpfe“ es meist mit irgendeinem Joghurt-Dip (Tahin, Limette, oder ähnliches)

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