Leckere Wegzehrung – Zucchini-Frikadellen

Seit ich ins wunderschöne Mittelrheintal gezogen bin,  nutze ich die Wochenenden meist für kleinere oder größere Wandertouren in der Umgebung. Aber wandern macht eben auch hungrig und so stellt sich meist vorher die Frage: was nehme ich zu essen mit? Das gute alte Butterbrot geht natürlich immer, aber manchmal hat man nach ein paar hundert Höhenmetern in den Beinen dann doch Lust auf „was richtiges“.

Allerdings ist wandertaugliches Essen noch deutlich mehr Einschränkungen unterworfen als bspw. Essen für ein Picknick: Es muss quasi hochsommertauglich sein (also auch mal ein paar Stunden ungekühlt überstehen, denn wer will schon ein ganzes Paket Kühlakkus über den Rheinsteig schleppen), auch kalt sehr gut schmecken und einiges an Durchgerüttel im Rucksack vertragen. Einen zusätzlichen Pluspunkt gibt es, wenn kein Besteck nötig ist (Rucksackgewicht) und die Gefahr des Vollkleckerns auch auf einem wackligen Baumstamm gegen Null geht (meiner Dusseligkeit beim Essen geschuldet).

Alle diese Kriterien erfüllen diese Frikadellen problemlos. Darüber hinaus stellen sie eine nette Abwechslung in meinem Friko-Repertoir da, weil sie doch etwas anders gewürzt sind, als ich das gewöhnlich tue. Das wiederum ist einem gewissen Herrn Ottolenghi geschuldet an dessen Rezept dieses angelehnt ist ;-) Den Joghurt kann man bei kühlerem Wanderwetter getrost mit einpacken und dazu essen – sie schmecken aber auch wunderbar ohne den Dip. Und nur falls ihr euch wundert – das Foto ist mit den noch ersten warmen Exemplaren zu Hause entstanden – ich musste doch vorher mal testen, ob ich die Dinger auch wirklich mitnehmen kann…

Zutaten für 2 Personen:

Für die Frikadellen

  • 400g Gehacktes
  • 1 Zucchini
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 Ei
  • 2-3 EL Semmelbrösel
  • 1 Hand voll Petersilie
  • 1 halbe Hand voll Minze
  • 2-3 Knoblauchzehen
  • 1 gestrichener TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Koriander
  • Etwa 1 TL Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • Öl zum Anbraten

Für den Dip

  • 1 Becher stichfester Joghurt
  • Abrieb von 1 Zitrone
  • Saft von 1/2 Zitrone
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schuss Olivenöl
  • 1 TL Sumach
  • Salz und Pfeffer
  1. Für die Frikadellen die Zucchini raspeln (ich habe sie relativ grob gelassen). Kräuter und Knoblauch fein hacken und Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Dann alle Zutaten für die Frikadelln gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken (wenn sie kalt gegessen werden, fast ein bisschen überwürzen).
  2. Öl in einer Pfanne erhitzen. Aus der Fleischmasse kleine Frikadellen formen und im heißen Öl braten. Auf Küchenpapier abtropfen (und ggf. abkühlen) lassen.
  3. Für den Dip die Knoblauchzehe fein hacken oder durchpressen und mit den übrigen Dip-Zutaten verrühren. Eher mild abschmecken – die Frikadellen sind relativ würzig.

Unterwegs funktioniert das ganze auch gut in Kombination mit einem Brötchen oder einem Stück Fladenbrot.

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2 Kommentare zu “Leckere Wegzehrung – Zucchini-Frikadellen

  1. Cool, du wanderst auch gern! Der Rheinsteig ist natürlich um einiges attraktiver als die Harburger Berge. ;-)
    Und die an Herrn Ottolenghi angelehnten Dellen klingen köstlich. Ich habe „genussvoll vegetarisch“ auch schon ganz schön geplündert…

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    • Bin bei halbwegs annehmbarem Wetter eigentlich jedes Wochenende bei uns irgendwo unterwegs – gerne auch in Kombination mit der anschließenden Einkehr bei der ein oder anderen Strausswirtschaft (und anschließend deutlich schwererem Rucksack, weil ich die Weinflaschen nach Hause schleppen muss) ;-) Die Harburger Berge kenne ich leider nicht, aber die Ecke ist bestimmt auch schön :-)
      Von Ottolenghi habe ich mittlerweile das dritte Kochbuch… da bin ich definitiv infiziert…

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