Sommer – Rievkooche

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Als Rheinländer liebe ich (natürlich) Reibekuchen bzw. Kartoffelpuffer, die bei uns Rievkooche heißen. Wenn wir früher mit der Familie in Köln unterwegs waren, war hinterher ein Besuch an der Rievkooche-Bud vor dem Hauptbahnhof eigentlich immer Pflicht, wo es die  – zumindest gefühlt – besten Rievkooche der Stadt gab. Da die Bude aber leider schon seit ein paar Jahren nicht mehr existiert, muss das Rievkooche-Machen vermehrt nach Hause verlegt werden.

Die ganz klassische Variante aus Kartoffeln und Zwiebel, die bei uns mit Apfelmus oder Rübenkraut gegessen wird, habe ich hier etwas sommerlich aufgefrischt und mit einer Ziegenkäse-Creme und Nektarinen belegt, was schön fruchtig sehr lecker geworden ist. Meine Schwester hat gestern abend tatsächlich 6 Rievkooche verdrückt und das will bei ihr schon was heißen ;-) Der einzige Nachteil – die Rievkooche müssen idealerweise frisch gemacht und auch gegessen werden, was heißt, dass man als Köchin schon mal nebenher essen muss, während die nächsten Rievkooche in der Pfanne vor sich hinbrötscheln. Bei dem Ergebnis ist das aber etwas, womit ich durchaus leben kann :-)

Für 12 kleine Rievkooche:

  • 3 Hand voll Kartoffeln
  • 2 kleine Zucchini
  • 1 große Zwiebel
  • 2 Eier
  • 2-3 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer. Muskat
  • Öl oder Butterschmalz zum Braten
  • 150g Ziegenfrischkäse
  • 1 TL Honig
  • Cayennepfeffer
  • 3 Nektarinen
  • 1 Kästchen Kresse
  1. Für die Rievkooche Kartoffeln und Zucchini grob raspeln und sehr gut ausdrücken. Die Zwiebel dazureiben. Eier zugeben, mit Mehl abbinden und mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.
  2. Öl (hier nicht geizen!) in einer Pfanne erhitzen und nach und nach kleine Rievkooche ausbacken, bis sie von beiden Seiten goldbraun und knusprig sind. Falls sich im Teig zu viel Flüssigkeit bildet, diese ggf. zwischendurch kurz vorsichtig abgießen. Die fertigen Rievkooche kurz auf Küchenpapier abtropfen lassen.
  3. Ziegenkäse mit Honig glattrühren. Mit sehr wenig Salz und einer Prise Cayennepfeffer abschmecken. Je etwa 1 TL von dem Käse auf einen Rievkooche streichen.
  4. Nektarinen in dünne Scheiben schneiden und auf den Rievkooche anrichten. Mit etwas Kresse garnieren.
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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Aha, bei deinen Plinsen werden die Zutaten nur grob geraspelt. Bei meiner ostpreußischen Urgroßmutter wurde alles fein durch den Fleischwolf gedreht…
    Ziegenkäse und Nektarinen kann ich mir sehr gut dazu vorstellen.
    Wieso nur 6? Deine Rievkooche sehen nicht übermäßig groß aus, da würde sogar ich mehr schaffen. ;-)

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    1. Tring sagt:

      Als altes „Arbeiter-Essen“ ist grob raspeln schon völlig in Ordnung ;-)
      Wie werden die Dinger denn bei euch gemacht? Ist das dann nur von der Struktur unterschiedlich oder sind die dann generell anders?

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  2. evazins sagt:

    Ansonsten ist so ziemlich alles gleich. Kartoffeln, Zwiebel, Ei und ein EL Stärke…

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  3. Reibekuchen sind so lecker, aber Deine Variante macht aus einem einfachen Essen gleich etwas Eleganteres!

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