Grüne Bohnen koreanisch

Seit ich einmal dank einer koreanischen Mitbewohnerin in den Genuss echter koreanischer Küche gekommen bin, liebe ich sie sehr. Ich gebe zu es hat ein wenig gedauert bis ich mich mit einigen Essgewohnheiten (Fisch- oder Kimchisuppe zum Frühstück) und bisher ungeahnten Schärfegraden („ich hab’s für dich extra nicht so scharf gemacht…“) angefreundet hatte – ab diesem Zeitpunkt habe ich es aber jedesmal sehr genossen derartig bekocht zu werden.

Da nun aber leider mittlerweile meine koreanischen Freunde zurück in Korea sind und koreanische Restaurants nur höchst selten zu existieren scheinen, muss ich eben gelegentlich so gut es geht selber koreanisch kochen. Das ist leider in Deutschland mit gewissen Einschränkungen hinsichtlich der  verfügbaren Rezepte und Zutaten verbunden, aber da kann man wohl nichts machen. Vor allem kommt leider der gekaufte Kimchi nie und nimmer an die von der Mutter meiner Mitbewohnerin selbst produzierte Variante heran. Am Anfang war ich mit dem Zeug ja relativ auf Kriegsfuss, weil ich es zunächst vor allem als „Gestanksquelle“ in unserem Kühlschrank identifiziert und gesehen habe. Allerdings ist diese Abneigung irgendwann in Liebe umgeschlagen und seitdem kann ich Kimchi (so er denn gut ist) eigentlich immer essen – ja, sogar als Suppe zum Frühstück und in original koreanischen Schärfegraden.

Lange Rede kurzer Sinn: Vor ein paar Jahren habe ich mir auf der Suche noch umsetzbaren koreanischen Rezepten das Büchlein „Koreanisch Vegetarisch“ zugelegt, aus dem ich heute mal wieder gekocht habe. Wie i(fast) mmer habe ich auch diesmal das Rezept leicht ergänzt, so dass es wohl nicht mehr original koreanisch ist. Andererseits lieben Koreaner ja Gemüsepfannen in allen Variationen – insofern geht es vermutlich doch noch als Abwandlung durch ;-) Das Essen ist schnell gemacht und ich fand es so lecker, dass ich es mit Sicherheit noch ein paar Mal kochen werde. Die Bohnen werden in Sojasauce geschmort und dadurch sehr würzig, was ich durch die Verwendung von etwas Piment d’Espelettes noch verstärkt habe. Mit Reis dazu ist der Würzgrad (so man das denn so nennen kann) für mich aber wieder auf dem exakt richtigen NIveau.

Für 2 Portionen:

  • 200g grüne Bohnen
  • 1 EL Butter
  • 8 Pfefferkörner
  • 1 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Sesam
  • 2 kleine Tomaten
  • 1 Prise Piment d’Espelettes
  1. Sesam in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseite Stellen.
  2. Bohnen putzen und ggf. in kleinere Stücke schneiden. Tomaten in kleine Würfel schneiden.
  3. Butter in einem heißen Topf bei großer Hitze zerlassen. Bohnen und Pfeffer zugeben und einmal durchschwenken. Mit Sojasauce und 2 EL Wasser ablöschen und zugedeckt 10 Minuten bei kleiner Hitze schmoren lassen.
  4. Danach noch einmal etwa 5 Minuten offen weiterköcheln bis die Bohnen gar aber bissfest und die Sauce fast komplett eingekocht ist. Tomatenwürfel zugeben und kurz Temperatur nehmen lassen. Mit Piment d’Espelettes abschmecken und mit Sesam bestreut servieren.

Dazu: Reis.

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4 Kommentare zu “Grüne Bohnen koreanisch

  1. Klingt von den Zutaten her gar nicht soo scharf, aber das Empfinden von Schärfe ist ja höchst subjektiv. ;.)
    Und, ja, ich schließe mich Susanne an, bei der „miss“ findet man sagenhaft gute Rezepte!

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