Quarkstuten

am

Als ich vor kurzem meine zahlreichen Kochbücher nochmal durchgeschaut habe sind mir ein paar Brotbackbücher wieder in die Hände gefallen und ich habe etwas beschämt feststellen müssen, dass ich schon (nicht mehr nur gefühlte) Ewigkeiten nicht mehr richtig gebacken habe. Jetzt am Wochenende schien mir aber der richtige Zeitpunkt gekommen, das mal wieder zu ändern: Das Wetter war zu usselig, um draußen was zu unternehmen, zum Wohnung aufräumen hatte ich keine Lust und obendrein war es ein wunderbarer Anlass sich nach ein paar (leider notwendigen) Stunden Arbeit wieder aus dem Büro zu verdrücken.

Da ich meinen Sauerteig-Starter erst mal wieder reaktivieren muss (ich hoffe, er lebt noch), habe ich mir gedacht ich fange erst mal wieder mit einem Hefeteig an. Und da Nervennahrung her musste, musste es dann ein süßes Brot sein. Eigentlich habe ich für Brioche, oder Platz wie man in Köln sagt, dieses mehrfach erprobte Lieblingsrezept von Aurélie. Da ich aber noch Quarkreste im Kühlschrank hatte, war das die Gelegenheit ein bei Chefkoch gefundenes Rezept für Quarkstuten auszuprobieren, in dem dafür kein Ei verwendet wird.

Das Rezept kommt ohne Vorteig aus, was natürlich ein wenig zu Lasten des Geschmacks geht – dafür ist der Stuten schnell gemacht. Der Teig lässt sich hervorragend händeln und festklebfrei verarbeiten. Das Ergebnis ist sehr schön geworden: Das Brot saftig und locker, die Krume schön kleinporig. Insgesamt war es nur sehr dezent süß (was auch daran liegen mag, dass ich die im Originalrezept verwendeten Rosinen weggelassen habe) und obwohl ich kein Freund von pappsüßen Broten bin, dürfte es für meine Zwecke dann doch ein bisschen mehr Zucker sein. Außerdem würde ich das nächste Mal vielleich noch ein wenig Zitronenschale zugeben. Alles in allem ein leckeres Brot, dass aber trotzdem mein bisheriges Lieblingsrezept nicht ablösen wird.

Für eine Kastenform:

  • 500g Mehl (ich nehme immer 550er)
  • 50 g Zucker
  • 150g Quark
  • 180 ml Sahne
  • 60g Butter
  • 1 EL Apfelmus
  • Salz
  • 21g Hefe
  1. Hefe mit handwarmer Sahne und einer Prise Zucker leicht verrühren.
  2. Alle Zutaten in einer Schüssel in etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (ich mache das immer mit den Händen, das geht am einfachsten). Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Teigvolumen etwa verdoppelt hat (hat bei mir etwa 1 Stunde gedauert).
  3. Teig nochmal durchkneten. Eine Kastenform fetten und mehlen und den auf die Länge der Kastenform gebrachten Teig hineingeben. Abgedeckt nochmals etwa 15 Minuten gehen lassen.
  4. In der Zwischenzeit den Backofen auf 165 Grad Umluft vorheizen. Brot hineingeben und 45 Minuten backen.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Und, lebt der Sauerteig noch? Bei Lutz (plötzblog) findest du übrigens auch sagenhafte Süßheferezepte mit weniger Hefe und die sind gelingsicher!

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  2. Tring sagt:

    Hab ihn gerade erst wieder angefangen aufzutauen, aber es sieht ganz gut aus ;-)

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