Grüne-Bohnen-Puffer mit Avocado Dip

Puffer kenne ich von zu Hause aus eigentlich nur in Form von Rievkooche, der kölschen Variante der Reibekuchen. Aber seit ich zusehends weniger Fleisch esse und oft abends für den folgenden Tag im Büro vorkoche sind solche Küchlein auf meinem Speiseplan immer häufiger anzutreffen. Denn sie sind (meist) herrlich unkompliziert in der Zubereitung, lassen sich in allen erdenklichen Varianten herstellen, machen gut satt und lassen sich meistens auch wunderbar am nächsten Tag noch wieder aufgewärmt oder kalt essen. Richtig auf den Geschmack gebracht hat mich dabei ein gewisser Herr Ottolenghi, aus dessen „Genussvoll Vegetarisch“ ich schon ein paar dieser Pufferrezepte ausprobiert und für (man kann es nicht anders sagen) saulecker befunden habe.

Schon vor einiger Zeit habe ich bei Mestolo ein Rezept für Bohnen-Puffer mit einem Avocado Dip entdeckt. Die Idee Bohnen und Kartoffeln in einer Art Puffer zu verarbeiten kam mir auch in Anbetracht der rauhen Mengen an grünen Bohnen in meiner Gemüsekiste also sehr gelegen. Allerdings werden die Zutaten bei Mestolo roh verarbeitet, was ich zwar bei klassischen Kartoffelpuffern auch immer mache, aber bei grünen Bohnen nicht so angebracht finde, weil sie ja im rohen Zustand noch giftig sind. Und auch wenn man sicher von 200g halbrohen Bohnen noch nicht stirbt habe ich kurzerhand beschlossen das Grundrezept von Mestolo mit einer Zubereitungsart aus einem Ottolenghi-Puffer-Rezept zu kombinieren und die Kartoffeln und Bohnen vorher zu kochen. Das macht zwar ein wenig mehr Arbeit, aber so ist man immerhin auf der bauchschmerzfreien sicheren Seite. Dazu kommt, dass die Puffer durch die gekochten Kartoffeln eine schöne Konsistenz kriegen: außen knusprig und innen weich.

Den Avocado Dip dazu fand ich sehr lecker – auch wenn ich die Avocado ehrlich gesagt gar nicht gebraucht hätte. Für meinen Geschmack hätte der angemachte Joghurt mit den Frühlingszwiebeln alleine schon völlig gereicht, auch wenn der Dip durch die Avocado natürlich noch cremiger wird ;-)

Für 2 Personen:

Für die Puffer:

  • 250g mehligkochende Kartoffeln
  • 100g Feta
  • 200g grüne Bohnen
  • 1 TL Bohnenkraut (getrocknet)
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Eigelb
  • Salz, Pfeffer
  • 2 EL Mehl
  • Olivenöl

Für den Dip:

  • 200g dicker griechischer Joghurt
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Avocado
  • Salz
  • 1 EL Olivenöl
  • Piment d’Espelettes
  1. Für den Dip das Avocadofruchtfleisch zerdrücken und mit Joghurt zu einer Creme verrühren. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und unterrühren. Mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Chili abschmecken.
  2. Für die Puffer Kartoffeln weich kochen, ausdampfen lassen und zerdrücken. Bohnen in Salzwasser bissfest kochen und in kleine Stücke schneiden.
  3. Beides mit gehacktem Knoblauch, zerkrümeltem Feta und Eigelb vermischen. Mehl unterrühren. Mit Salz (vorsichtig wegen dem Feta), Pfeffer und Bohnenkraut abschmecken.
  4. Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und aus der Masse kleine Puffer abstechen und ausbacken. Am besten erstmal einen Probepuffer backen, um zu sehen, ob die Masse hält. Gegebenenfalls noch etwas mehr Mehl zugeben. Puffer auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit dem Dip servieren.

Dazu: Salat.

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Ein Kommentar zu “Grüne-Bohnen-Puffer mit Avocado Dip

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