Sun Zap Tseh

Seit meine damalige koreanische Mitbewohnerin vor ein paar Jahren einmal Zap Tseh für mich gekocht hat, gehört das Gericht zu meinen (nicht nur koreanischen) Lieblingsessen. Die Kombination aus viel knackigem Gemüse, Glasnudeln und einer süß-scharfen und leicht nussigen Würzung finde ich einfach super. Bisher kannte ich es allerdings eher als eine Art dickflüssigen Eintopf (auch wenn mich meine Mitbewohnerin von Anfang an belehrt hat, das es Versionen wie Sand am Meer gebe), nun habe ich im Kochbuch „Koreanisch Vegetarisch“ eine Salatvariante mit Tofu gefunden, die ich ebenfalls großartig finde. Ich habe (in weiser Voraussicht) direkt eine ziemlich große Schüssel fabriziert mit dem festen Vorsatz den Salat am nächsten Tag mit zur Arbeit zu nehmen. Daraus wurde (leider) nichts, denn am Abend war alles weg ;-)

Da mein Gemüsevorrat etwas anders aussah als im Rezept vorgesehen (kein Staudensellerie, keine Pilze), habe ich es an dieser Stelle kurzerhand abgeändert, was aber überhaupt nicht schlimm ist, weil man (und das ist mit das Tolle an Zap Tseh) eigentlich alles verwenden kann, worauf man gerade Lust hat. Der Tofu wird im Originalrezept lediglich angebraten. Da er ja aber keinen Eigengeschmack hat, habe ich mich auch an dieser Stelle etwas vom Rezept gelöst und ihn kurzerhand mit etwas Ingwer, Knoblauch, Chili und Sojasauce mariniert, was sehr lecker geworden ist und auch der Würzsauce nochmal eine interessante Schärfe gibt.

Das Essen eignet sich übrigens auch wunderbar als „Einstiegsdroge“ in die koreanische Küche, weil es nur leicht scharf ist. Darüber hinaus ist es sicher auch picknick- (auch wenn die Zeit jetzt ja leider größtenteils vorbei ist) und büffetgeeignet, auch wenn der Salat bei mir nicht lange genug überlebt hat, um das wirklich zu testen ;-)

Sun Zap Tseh

Für eine große Schüssel (4-6 Portionen):

  • 200g Tofu
  • 10 EL Sojasauce
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 Stück Ingwer (etwa walnussgroß)
  • 1 getrocknete Chili
  • 2 EL Zucker
  • 3 EL Sesamöl
  • 3 EL neutrales Öl
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • je 1/2 rote und gelbe Paprika
  • 2 Hand voll grüner Bohnen
  • 1 Möhre
  • 3 kleine Zwiebeln
  • 120g mittelbreite Reisnudeln (die dünnen gehen natürlich auch)
  1. Tofu in etwa 1/2 cm große Würfel schneiden und mit 4 EL Sojasauce, 2 EL ÖL, 1 in Scheiben geschnittener Knoblauchzehe sowie gehacktem Ingwer und Chili vermischen und eine gute halbe Stunde marinieren lassen.
  2. Glasnudeln nach Packungsanweisung garen, dann abgießen. Bohnen putzen, in mundgerechte Stücke teilen und bissfest garen.
  3. Paprika und Möhre in feine Stifte schneiden. Zwiebeln in Spalten teilen, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden.
  4. Aus Frühlingszwiebeln, 6 EL Sojasauce, 2 EL Zucker, 2 fein gehackten Knoblauchzehen und 3 EL Sesamöl die Sauce herstellen.
  5. Neutrales Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebeln darin kurz scharf anbraten, dann herausnehmen. Tofu samt Marinade zugeben und etwa 3-5 Minuten anbraten.
  6. Alle Zutaten vermischen. Lauwarm oder kalt servieren.
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5 Kommentare zu “Sun Zap Tseh

  1. Hey Tring,
    das erinnert mich so sehr an meine ersten asiatischen Essversuche! In meinem früheren Lieblingsrestaurant gab es ein ähnliches Gericht, das unter dem Namen „Buddhistische Fastenspeise“ lief – so macht Fasten Spaß!
    LG
    Herr Lieblingsmahl

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    • Stimmt! Wenn Fasten= fleischlos ist, wäre das tatsächlich unproblematisch ;-) Die Buddhistische Fastenspeise ist mir neu, da muss ich doch nachher direkt mal nachschauen, was das genau ist! Liebe Grüße, Tring

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