Sauer macht lustig – Bohnensalat mit Tomaten und Joghurt

Über die gelegentliche Bohnenschwemme in meiner Gemüsekiste hatte ich ja schon berichtet. Eine Möglichkeit derer Herr zu werden besteht immer in der Zubereitung von Salat. Denn obwohl tatsächlich eines meiner Lieblingsgerichte aus Dosen-Bohnen-Salat mit Remouladensauce und gekochten Kartoffeln besteht (ja, abartig – ich weiß –  aber ich kann quasi nichts dafür; ist so ein Familiengericht ;-)) haben (auch) die frischen Bohnen als Salat für mich durchaus ihren Reiz. Vor allem dann, wenn man unterschiedliche Sorten und Konsistenzen kombiniert, wie in diesem Salat geschehen.

Das Rezept dazu habe ich in einer alten Rezeptsammlung des ARD Buffet gefunden und nur leicht abgewandelt. Weil ich beispielsweise gestern abend keine Zeit mehr hatte weiße Bohnenkerne einzuweichen und frisch zu kochen habe ich kurzerhand auf ein Glas Kichererbsen zurückgegriffen, das ich noch im Vorratsschrank hatte. Herausgekommen ist ein schnell gemachter und leckerer Salat, der allerdings meines Erachtens nach noch etwas ausbaufähig ist. Denn erstens war mir die Verwendung von ganzen Zitronenfilets zu sauer und zweitens kann der Salat meiner Meinung nach noch ein bisschen mehr Pepp vertragen. Ich esse wirklich gerne säuerliches und nutze Zitrone – die zusammen mit Knoblauch zu den Dingen gehört, die ich immer im Haus habe – normalerweise ausgiebigst. An dieser Stelle war es mir aber einfach zu viel. Jacqueline Amirfallah – von der dieses Rezept stammt – gibt ganze Zitronenfilets auf den Salat. Und auch wenn diese natürlich relativ klein ausfallen, zieht sich bei mir beim Draufbeißen einfach alles zu sammen – die werden also das nächste Mal definitiv weggelassen. Statt dessen würde ich demnächst einfach etwas Zitronensaft über die Bohnen träufeln. Das müsste genug Säure geben, ohne dass direkt in einen Säure-Schock verfällt. Des Weiteren würde ich das nächste Mal wohl noch ein paar getrocknete Tomaten mit verarbeiten. Es sind zwar frische Tomaten im Salat, die alleine schaffen es aber nicht ganz gegenüber den Bohnen zu bestehen.

In abgewandelter Form werde ich diesen Salat also sicherlich nochmal machen. Dazu serviert Frau Amirfallah Frikadellen mit Bohnenkraut, mit denen der Salat zu einer kompletten Mahlzeit wird.

Für 2 Personen:

  • 2 Hand voll grüner Bohnen
  • 150g TK dicke Bohnen
  • 1/2 Glas (eine gute Hand voll) Kichererbsen
  • 1 Hand voll Kirschtomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Zitrone (1/2 reicht vermutlich)
  • 1 EL Olivenöl + etwas zum Beträufeln
  • 200g griechischer Joghurt
  • Salz und Fleur de Sel
  • Pfeffer
  1. Grüne Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke teilen. In kochendem Salzwasser 7 Minuten bissfest garen. Die letzten 2-3 Minuten die tiefgefrorenen grünen Bohnen dazugeben. Beides abgießen und gut abschrecken. Die grünen Bohnen aus den Häutchen schnipsen.
  2. Kichererbsen abtropfen lassen und gut abspülen. Tomaten halbieren, Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Zitrone in Filets schneiden (würde ich das nächste Mal weglassen) und restlichen Zitronensaft ausdrücken.
  3. Joghurt mit 1 EL Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Bohnen, Tomaten, Zitronenfilets (evtl. weglassen) und Frühlingszwiebeln anrichten. Mit Fleur de Sel und Pfeffer besträuen und mit Olivenöl (und etwas Zitronensaft) beträufeln. Mit dem Joghurt anrichten.
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