Ricotta-Nocken auf Kürbispüree

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Bisher habe ich Kürbis meistens zu Suppe verarbeitet – Kürbissuppe ist halt einfach zu lecker… Nur gelegentlich konnte ich mich daher bisher auch zu anderen Zubereitungsarten durchringen und ihn z.B. im Ofen backen. Dieses Rezept  aus dem  (ich habe es schon mehrmals erwähnt, schreibe es aber gerne noch viel öfter) wirklich wunderbaren Kochbuch „Südtirols Küche“ hat mich nun um eine weitere Verwendungsmöglichkeit bereichert: Kürbispüree. Zusammen mit den Ricotta Nocken, die genau den richtigen Gegenpart für diese cremig-süße Unterlage bilden, ist das ganze ein echter Seelenschmeichler an kühlen Herbsttagen.

Das Originalrezept verwendet als Grundlage Ziegenquark, den ich leider nicht bekommen habe. Stattdessen bin ich immerhin mit – mir bis dato ebenfalls unbekanntem – Schafskäsericotta nach Hause gefahren, der sich als sehr lecker herausgestellt hat. Ich habe davon ungefähr 2/3 der Gesamtmenge genommen und mit 1/3 Topfen kombiniert, wodurch der Schafskäse nur leicht durchkam, was ich sehr angenehm fand, weil dadurch der Kürbis geschmacklich nicht erschlagen wird. Schön fand ich auch die kleinen Kürbiswürfel oben auf den Nocken. Ich war erst etwas skeptisch, ob zwei Mal Kürbis nur in unterschiedlicher Konsistenz in einem Gericht wirklich sein muss. Es muss. Definitiv ;-)

Für 4 Personen als Vorspeise:

  • 250g Ricotta aus Schafskäse
  • 150g Topfen
  • 4 Eigelb
  • 45g entrindetes Toastbrot
  • 1 kleine Zwiebel
  • Butter
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 70g Mehl
  • 430g Kürbisfruchtfleisch (ich hatte sweet dumplin, Hokkaido o.ä. geht aber sicher genauso)
  • 1/4 l Milch
  • Zitronensaft
  • 1 Hand voll Parmesan
  • Grün von 2 Frühlingszwiebeln
  1. Zwiebel fein hacken und in Butter andünsten. Mit Ricotta, Topfen, Eigelb und fein gewürfeltem Toastbrot verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Mehl kurz unterrühren und eine halbe Stunde kalt stellen.
  2. Kürbisfruchtfleisch grob zerteilen. In etwas Butter anschwitzen, salzen und pfeffern und mit Milch ablöschen. Wenn das Fleisch weich, aber noch bissfest ist eine gute Hand voll herausnehmen und in feine Würfel schneiden. Leicht salzen und pfeffern.
  3. Restlichen Kürbis komplett weich kochen und pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und warm halten.
  4. Salzwasser in einem weiten Topf aufkochen. Aus der Quarkmasse mit zwei Löffeln Nocken abstechen und gute 12 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Frühlingszwiebelgrün in Ringe schneiden, Parmesan reiben.
  5. Etwas Kürbispüree auf Tellern anrichten. Nocken vorsichtig mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben, abtropfen lassen und auf dem Püree anrichten. Mit gewürfeltem Kürbis, Frühlingszwiebelgrün und Parmesan bestreut servieren.
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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Warst du nicht auch kürzlich in Südtirol?
    In meinem (Echt Südtiirol) Kochbuch sind nicht solch feinen Rezepte und außerdem stinkt es. Ich kann also nur hoffen, dass du noch mehr Rezepte aus deinem Buch vorstellst. :-)

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    1. Tring sagt:

      Ja, ich war letztes Jahr im Sommer nach einer Hüttentour noch eine knappe Woche in Jenesien/Bozen. Habe fest vor, mich durch das Buch mehr oder weniger durchzukochen, insofern wird sicher noch das ein oder andere Rezept daraus seinen Weg in den Blog finden :-)

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  2. marco sagt:

    Schafskäsericotta habe ich auch noch nie probiert! Muss mich mal schlau machen, ob ich den hier irgendwo finde… Mir geht es eigentlich ganz ähnlich mit dem Kürbis. Normalerweise wird der bei mir bloss zu Suppe verarbeitet ;) aber das Püree stelle ich mir sehr lecker vor, gemeinsam mit den Nocken!

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