Möhrenbrot

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Seit ich vor ungefähr einem Jahr angefangen habe einen Großteil meines Brotes selber zu backen, habe ich mir ein paar Brotbackbücher zugelegt. Eins davon ist „Brot“ von Bernd Armbrust. Im Vergleich zu anderen Brotbackbüchern bspw. von Lutz (Plötzblog) arbeitet er zwar mit verhältnismäßig viel Hefe und meist ohne Vorteig, dafür sind die Rezepte alltagstauglich, weil man eben auch mal relativ schnell nach der Arbeit noch ein Brot backen kann sofern man den Sauerteig-Starter vorher brav gefüttert hat (wenn man denn eigenen nehmen will). Darüber hinaus kommen die meisten Brote mit Mehlsorten und sonstigen Ingredienzien aus, die in jedem gut sortierten Supermarkt zu haben sind.

Insofern stellt das Buch für mich einen gesunden Kompromiss zwischen gutem Brot und Alltagstauglichkeit her und wird von mir entsprechend häufig benutzt. So auch für das Rezept dieses Möhrenbrotes, das leicht süß, schön saftig und locker ist. Mangels Verfügbarkeit habe ich den Anteil von 50g Sonnenblumenkernen auf Leinsamen und Kürbiskerne aufgeteilt. Außerdem habe ich – eher aus Versehen – die Sauerteigmenge leicht erhöht und etwas mehr Mehl  und etwas weniger Möhrensaft verwendet, weil ich den Teig sonst zu klebrig fand.

Für 2 kleine Brote (25cm Kastenformen):

Für die Einlage:

  • 75g Leinsamen
  • 75g Kürbiskerne
  • 250g Möhren
  • 250ml Möhrensaft
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Zucker

Für den Teig:

  • 50g Hefe
  • 80g Sauerteig (zum Verbacken „angefüttert“)
  • 370g 550er Weizenmehl
  • 150g 1150er Roggenmehl
  • 10g Salz
  • Butter zum Einfetten der Backformen
  1. Für die Körnereinlage Kürbiskerne und Leinsamen (oder andere Körner nach Belieben) mit 150ml kochendem Wasser übergießen und 2 Stunden ziehen lassen.
  2. Die Möhren schälen und grob raspeln. Den Möhrensaft mit je einer Prise Salz und Pfeffer und dem Zucker aufkochen. Die Möhrenraspel hineingeben, ein Mal aufkochen lassen und zwei Stunden ziehen lassen. Dann abgießen (dabei den Saft auffangen) und gut abtropfen lassen.
  3. Den Möhrensud handwarm erhitzen, mit Sauerteig und Hefe verrühren, dann die Mehlsorten, die Körner und zum Schluss das Salz unterkneten. Ungefähr 5 Minuten von Hand oder mit der Maschine durchkneten. Zum Schluss die Möhren vorsichtig unterkneten. Gegebenenfalls nochmal etwas Mehl zugeben, falls der Teig zu sehr klebt (ein wenig darf er schon kleben).
  4. Bei Zimmertemperatur abgedeckt gehen lassen, bis sich das Teigvolumen ungefähr verdoppelt hat (ungefähr 25 Minuten je nach Raumtemperatur). Zwei Kastenformen einfetten und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Dann nochmal abgedeckt 15 Minuten gehen lassen.
  5. In der Zwischenzeit den Backofen auf 230 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen, dabei ein Blech mit Wasser und das Blech, auf das die Brotformen hinterher gestellt werden mit erhitzen. Wenn die Temperatur erreicht ist den Ofen vorsichtig öffnen (Dampfentwicklung!), die Brotformen auf das heiße Blech stellen und das Wasserblech herausnehmen.
  6. Den Backofen auf 210 Grad herunterschalten und die Brote 40-45 Minuten backen. Ab 40 Minuten Backzeit gelegentlich nachschauen, damit sie nicht verbrennen.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jacqueline Grabow sagt:

    Hallo :) das Brot klingt sehr lecker. Was mache ich wenn ich keinen selbst angesetzten Sauerteig habe? Nehme ich dafür den den es in Tüten zu kaufen gibt? Wenn ja wieviel davon?

    Danke und liebe Grüße
    Jacky

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    1. Tring sagt:

      Hey, ich habe bisher immer mit selbst angesetztem Sauerteig gearbeitet, aber der in Tüten (der frische, nicht das Trockenpulver) sollte genauso funktionieren. Mit dem Trockenpulver habe ich ehrlich gesagt keinerlei Erfahrung, aber da müsste ja eigentlich draufstehen für wie viel Mehl er geeignet ist. Sorry, ich fürchte das ist nicht allzu hilfreich, aber ich habe da leider keine Erfahrungswerte. Ich hoffe es klappt trotzdem!
      Liebe Grüße, Tring

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