Baumkuchenspitzen

Ich weiß, dass viele Leute Baumkuchenspitzen mit Weihnachten verbinden. Für mich sind sie aber einfach nur eine leckere Kuchenvariante und perfekt geeignet wenn man eine Kleinigkeit zum Wegnaschen benötigt. Darüber hinaus sind sie auch noch sehr schnell und unkompliziert fabriziert – es gibt also wirklich keinerlei Grund diese Art von Kuchen auf die Weihnachtszeit zu beschränken, Cookies ist man ja auch nicht nur in der Adventszeit ;-)

Für meinen Baumkuchen habe ich auf ein Rezept aus „Kleine Kuchen“ vom GU Verlag zurückgegriffen. Generell backe ich viel in kleinen Formen – denn auch wenn ich einen recht gefräßigen Kollegen- und Freundeskreis habe, will man ja nicht immer die Hälfte des Kuchens mit ins Büro schleppen… Ich bin aber auch kein großer Freund von mühsamem Rezeptumrechnen, insofern bin ich über Rezepte, die für kleine Formen geeignet sind, immer dankbar. Leider werden auch im oben genannten Buch mehrere unterschiedlich große (kleine) Formen verwendet, was mich zugegebenermaßen ein wenig geärgert hat (da ich das Buch geschenkt bekommen habe, vielleicht nicht ganz so sehr, als wenn ich es mir selber gekauft hätte), weil ch nun doch gelegentlich wieder umrechnen oder zumindest Backzeiten anpassen muss. Das hätte ich auch für dieses Rezept genaugenommen tun müssen, was ich aber in dem Glauben, dass es auch so funktionieren würde, unterlassen habe. Laut Originalrezept wird für den Kuchen eine 20cm Kastenform verwendet – ich hatte aber nur eine 25cm Brotbackform zu Hause und habe das Rezept der Einfachheit halber damit gemacht. Dadurch ist der Baumkuchen bei mir natürlich etwas flacher geworden (was nicht weiter schlimm ist) und ich habe nicht den kompletten Sirup verbraucht, der zum Tränken verwendet wird. Das nächste Mal würde ich also die Sirupmenge für meine 25er Kastenform dann doch ein wenig nach unten korrigieren.

Die kleinen Spitzen sind auch noch ein paar Tage später (so sie denn so lange halten – bei mir war es ein(!) mühsam gerettetes Restexemplar) wunderbar saftig und lassen sich in einer Keksdose sicher noch ein wenig länger aufbewaren – allerdings glaube ich nicht, dass sie eine Chance haben werden überhaupt jemals so alt zu werden ;-)

Baumkuchen mit Schokolade

Für eine 20cm Kastenform:

  • 1 unbehandelte Orange
  • 100g Zucker
  • 100g Marzipan
  • 1 EL Orangenlikör (ich habe Cointreau genommen)
  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 50g Speisestärke
  • 50g weiche Butter + mehr für das Einfetten der Form
  • 100g Zartbitterkuvertüre
  • 2 EL Fett (neutrales Öl, Butter etc.) für die Glasur
  1. Orangenschale abreiben und beiseite stellen. 75ml Orangensaft und 50g Zucker aufkochen. Kurz weiterkochen lassen. 50g angefrorenes Marzipan fein darunterreiben und auflösen. Zuletzt den Cointreau zugeben.
  2. Eier trennen. Eiweiß mit einer Prise Salz steifschlagen, dabei nach und nach den restlichen Zucker einrieseln lassen.
  3. Eigelb mit Butter schaumig schlagen, restliches Marzipan fein darunterreiben und auflösen. Orangenschale uterrühren. Speisestärke vorsichtig unter den Eischnee ziehen und beides vorsichtig unter die Eigelb-Butter-Creme heben.
  4. Backofengrill vorheizen. Die Form einfetten. Etwa 2 EL Teig dünn auf dem Boden verstreichen. Unter den heißen Grill stellen und in knapp 30 Sekunden hellbraun backen. Herausnehmen, mit etwa 2 TL Sirup tränken (lässt sich am besten mit einem Backpinsel etwas verteilen). Dann wieder Teig darauf geben und backen. So weiter verfahren, bis der Teig komplett aufgebraucht ist. Dabei mit einer Lage Teig abschließen.
  5. Den Kuchen in der Form komplett abkühlen lassen, dann vorsichtig die Ränder mit einem spitzen Messer lösen und auf ein Kuchengitter stürzen. Kuchen dann nach Belieben in Stücke schneiden.
  6. Kuvertüre und Fett schmelzen. Die Kuchenstücke nacheinander hineintauchen, mit einer Gabel o.ö. wieder herausfischen, überflüssige Schokolade leicht abklopfen und die Stücke auf Backpapier auskühlen lassen (ich habe sie auf ein Kuchengitter über Backpapier gesetzt, was aber nicht so sinnvoll, war weil die Schokolade leider teilweise hinterher an besagtem Gitter geblieben ist…)

Alternativ kann der Baumkuchen natürlich auch im ganzen mit Schokolade überzogen werden.

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