Ein Satz mit X – Mandel-Orangen Kuchen

Seit einiger Zeit geistert dieser Kuchen  durch diverse Blogs (z.B. hier oder auch in ähnlicher Form hier). Und da alle so begeistert von davon schwärmten wie ungeheuer saftig dieser Kuchen sei, wollte ich das auch mal ausprobieren.

Allerdings wurde ich schon beim genaueren Durchlesen des Rezeptes ein wenig stutzig: Zucker in rauhen Mengen, keine Zugabe von Fett und die Zitrusfrüchte werden gekocht und dann im ganzen mitsamt Schale und Weißem püriert und zugegeben. Mir kam dabei erstens die Flüssigkeitsmenge doch arg viel vor und zweitens war ich etwas skeptisch, weil man ja das Weiße bei Zitrusfrüchten normalerweise immer wegschneidet, weil es zu bitter ist – aber ich wollte mich gerne eines Besseren belehren lassen – wurde ich leider nur nicht ;-)

Der Kuchen, der letztendlich bei mir herauskam, war pappsüß (obwohl ich die Glasur schon weggelassen hatte), trotzdem noch relativ bitter und trotz guten 10 Minuten mehr Backzeit innen immer noch kletschig. Bei Brownies finde ich sowas lecker – bei anderen Kuchen bin ich aber nicht so wahnsinnig erpicht darauf. Wenn man das als saftig bezeichnen möchte, ist der Kuchen das natürlich.

Keine Ahnung ob ich nur für diese Art Kuchen einfach nicht der richtige Typ bin oder ob ich irgendwas falsch gemacht habe – geschmeckt hat es mir jedenfalls überhaupt nicht. Die Süße ließe sich natürlich in Zukunft relativ leicht über die Zuckermenge (die Hälfte?) regulieren und die leichte Bitterkeit muss man eben (ähnlich wie bei englischer Bitterorangenmarmelade) einfach mögen oder eben nicht. Das Kletschige ließe sich aber vermutlich nur durch eine drastische Flüssigkeitsreduzierung ändern. Sehr merkwürdig fand ich auch, dass ich laut Rezept die Eier mit dem Zucker extra nicht schaumig schlagen sollte (ich habe mich dran gehalten). Vielleicht wäre die klassiche Methode mit schaumig geschlagenem Ei oder Eigelb und Zucker besser. Evtl. könnte man den Eischnee steifschlagen und hinterher unterheben (aufgegangen ist der Kuchen bei mir übrigens überhaupt nicht). Und das keine Butter drin ist, macht zumindest figurtechnisch angesichts der rauhen Zuckermengen auch nicht wirklich Sinn…. Ich bin ein wenig ratlos – was meint ihr?

Für eine 30cm Kastenform:

  • 2 Orangen
  • 1 Zitrone
  • 450g Zucker
  • 6 Eier
  • 550g gemahlene Mandeln
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • Marmelade zum aprikotieren (habe ich weggelassen)
  1. Zitrusfrüchte in einem Topf mit Wasser einmal aufkochen und dann eine gute Stunde zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis sie komplett weich sind (Schale lässt sich butterweich durchstechen).
  2. Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Eine 30cm Kastenform einfetten.
  3. Zucker und Eier nur leicht verrühren. Zitrusfrüchte entkernen und pürieren. Zugeben. Mandeln und Backpulver ebenfalls unterrühren.
  4. Teig in die Form geben und 60 (bei mir eher 70) Minuten backen. Nach Belieben hinterher aprikotieren.
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4 Kommentare zu “Ein Satz mit X – Mandel-Orangen Kuchen

  1. Zumindest beim 2. link sind Mandel- und Zuckermenge deutlich niedriger…
    Die Variante von Sybille kenne ich auch, ist aber nicht so mein Fall. Das mit den ganzen Zitrusfrüchten ist, wie du schreibst, Geschmackssache… :-)

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  2. Ich habe das Rezept heute ebenfalls zum ersten Mal ausprobiert. Es wurden in dem verwendeteten Rezept allerdings nur 200 g Zucker und 200 g Mandeln verwendet. Auch ich war skeptisch, da der Teig mit den pürierten Orangen vor dem Backen sehr bitter war. Aber was soll ich sagen…. der Kuchen war super lecker, nicht zu süß, sehr saftig, gar nicht bitter und schön orangig. Ich hatte Zuckerguss mit Zitronensaft drüber gegeben und mit Vanillezucker leicht gesüßte Schlagcreme (Cremefine) dazu gereicht .Das war auch gut, denn wie gesagt, der Kuchen war in keinster Weise zu süß. Meine Gäste fanden den Kuchen super.

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    • Ich glaube die Zuckermenge nach unten zu korrigieren ist definitiv eine gute Idee! Im Moment bin ich ehrlich gesagt noch ein bisschen Orangenkuchen geschädigt – vielleicht traue ich mich irgendwann im Laufe dieses Jahres nochmal dran und probiere es mit veränderten Anteilen nochmal aus… Meiner war wirklich nicht essbar ;-)

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