Pasta aglio et olio et… Blumenkohl

Astrid von „Arthurs Tochter kocht“ hat auf ihrem Blog vor kurzen eine Art kleine Gemüse- oder genauer gesagt Kohlkochreihe gestartet. Mit von der Partie: Blumenkohl.

Gerüchteweise soll es Leute geben, die keinen  Blumenkohl mögen. Ich habe nie dazu gehört und werde wohl auch nie dazu gehören. Ich liebe das Zeug. Am liebsten schön mit Sauce Hollandaise (quasi als Winter-Spargelersatz), oder mit Bechamel und Käse überbacken, hin und wieder auch als Salat oder Puffer. Allen diesen Zubereitungsarten war allerdings bis jetzt eines gemeinsam: Der Kohl wurde gekocht oder gedämpft.

Nun ist aber Astrid in ihrem Post geradezu vehement dafür eingetreten eben genau das nicht zu tun und den Kohl stattdessen in kleine Röschen zu zerteilen und im Backofen zu rösten. Das war jetzt nicht unbedingt eine Zubereitungsart auf die ich in Zusammenhang mit Blumenkohl gekommen wäre. Und ich konnte mir auch ehrlich gesagt nur schwer vorstellen, dass das funktioniert. Ich sah mich schon auf so ein geröstetes Röschen beißen und von der sich entwickelnen Staubwolke einen Hustenanfall kriegen. Na gut, ich übertreibe – aber zumindest trocken habe ich es mir vorgestellt. Ist es nicht.

Dafür extremst lecker. Dies erkläre ich hiermit offiziell zu einer Zubereitungsart für bisherige Blumenkohlhasser. Vergesst von mir aus die Pasta, aber esst den gerösteten Blumenkohl! Ich hätte das Zeug schon so wegfuttern können, ein kleiner Joghurtdip dazu und die Welt ist in Ordnung …

Aber ich hatte ja noch Pasta. Und Pasta plus gerösteter Blumenkohl ist dann gleich doppelt lecker (auch so eine Kombination, die von Astrid stammt – Ehre wem Ehre gebührt). In diesem Fall habe ich eine Art Pasta aglio et olio gemacht und diese dann um den gerösteten Blumenkohl und ein paar angebratenen Scheiben Mettwurst ergänzt. Die hätte ich dabei im Nachhinein gar nicht gebraucht – man kann sie wirklich auch guten Gewissens weglassen, ohne dass einem was fehlt.  Aber ich hatte ja noch gedacht ich bräuchte ein Gegengewicht zum trockenen Blumenkohl. Die Wurst war also quasi rein prophylaktisch, ihr vesteht…

Für 2 Personen:

  • 1/2 Blumenkohl (oder 1 kleiner)
  • 6 Zehen junger Knoblauch
  • 2 Zweige Rosmarin
  • 8 EL Olivenöl
  • 2 Hand voll frische Pasta
  • Salz und Pfeffer
  • Saft von etwa 1/2 Zitrone
  • 1/2 Mettwurst oder Chorizo
  1. Blumenkohl in etwa 1/2 cm breite Spalten schneiden, dabei die Röschen ruhig zerfallen lassen. Mit 3 EL Olivenöl, leicht zerzupftem Rosmarinzweig, zwei angedrückten Zehen Knoblauch sowie Salz und Pfeffer mischen und im Backofen bei etwa 180 Grad Umluft etwa 30 Minuten rösten.
  2. In der Zwischenzeit die Mettwurst schräg in dünne Scheiben schneiden. Den restlichen Knoblauch schälen und ebenfalls in dünne Scheiben schneiden. Die Mettwurst in einer Pfanne von beiden Seiten anbraten, dann beiseite stellen. Wenn der Blumenkohl gar ist, die Pasta in Salzwasser sehr al dente kochen.
  3. Knoblauch zusammen mit Rosmarin im restlichen Olivenöl leicht anrösten, bis er duftet. Die Pasta tropfnass aus dem Wasser zusammen mit ein wenig Nudelkochwasser zugeben und alles 2-3 Minuten durchschwenken. Mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem gerösteten Blumenkohl und den Mettwurstscheiben anrichten und sofort servieren.
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