Bratapfel mit herzhafter Füllung

am

Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber für mich gehört so ein richtig schöner Bratapfel einfach zur Adventszeit dazu. Mit ordentlich viel Marzipan und Nüssen drin, herrlich! Und da ich auch noch jede Menge Äpfel zu Hause hatte (und immer noch habe), hat es mich schon ein bisschen in den Fingern gejuckt… Andererseits muss man es ja auch nicht gleich übertreiben und alle adventlichen Freuden direkt am Anfang bzw. genauer gesagt noch vor dem Anfang der Adventszeit verbraten. Ich finde, ein bisschen Vorfreude darf man sich durchaus auch in kulinarischer Hinsicht noch für den Rest der Advents- und Weihnachtszeit aufheben. Also habe ich einen kleinen persönlichen Kompromiss geschlossen: Bratapfel ja, aber herzhaft.

Das wollte ich sowieso immer schon mal ausprobieren. Bei der Füllung habe ich mich mehr oder weniger vom Kühlschrankinhalt leiten lassen und das ganze mit ein paar eher weihnachtlichen Gewürzen kombiniert. So ist zum Beispiel ein kleiner Rest Mangold mit in die Füllung gewandert, was sich als sehr lecker herausgestellt hat (die Kombination Mangold-Apfel werde ich mir für die Zukunft merken). Spinat würde aber vermutlich genauso gut funktionieren. Die Pinienkerne ließen sich sicher auch durch andere Nüsse ersetzen und statt der Petersilie könnte ich mir auch gut etwas Majoran vorstellen. Dazu gab es Kartoffelpüree unter das ich etwas geriebenen Meerrettich gerührt habe, und ein wenig frischen Postelein-Salat. Das ganze hat super geschmeckt und wird bei mir sicher noch häufiger auf dem Teller landen!

Das nächste Mal würde ich vielleicht sogar noch zusätzlich 2-3 gehacke Backpflaumen unter die Füllung mischen, und statt der Auflaufform einen kleinen Bräter nehmen und versuchen mir vom Bratensatz noch ein kleines Sößchen zu ziehen –  einfach weil die „ausgelaufenen“ Reste in der Auflaufform so lecker waren ;-)

Für 2-3 Personen:

  • 4-6 kleine Äpfel (bei mir waren es 6 sehr kleine)
  • 150g Gehacktes
  • 20g Pinienkerne
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Hand voll Petersilie
  • 1 kleine Kartoffel
  • 1 kleiner Mangold (oder eine gute Hand voll Spinat)
  • 1 Hand voll geriebener Pecorino (oder Parmesan)
  • Je eine großzügige Prise Kardamom, Piment und Koriander
  • Salz und Pfeffer
  • Butter zum Anschwitzen und für die Form
  1. Zwiebel und Knoblauch fein würfeln und in wenig Butter anschwitzen. Etwas abkühlen lassen. Mangold oder Spinat blanchieren, gut abtropfen lassen und mittelfein hacken. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
  2. Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.
  3. Das Kerngehäuse der Äpfel ausstechen und noch etwas mehr Fruchtfleisch drumherum und oben entfernen, damit Platz für die Füllung ist. Das zusätzlich zum Kerngehäuse herausgenommene Fruchtfleisch fein würfeln.
  4. Petersilie fein hacken, Kartoffel in sehr feine (etwa 2-3mm) Würfel schneiden (sie wird sonst nicht gar).
  5. Gehacktes mit der Zwiebel-Knoblauch-Mischung, dem Mangold, Pinienkernen, Petersilie, geriebenem Käse, Apfelstückchen und der Kartoffel mischen. Mit Kardamom, Koriander, Piment, Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken.
  6. Äpfel in eine gut mit Butter ausgefettete Backform geben und mit der Hackmasse großzügig füllen. Im heißen Ofen etwa 40 Minuten backen, bis die Äpfel butterweich sind.

Dazu: Kartoffelpüree mit etwas untergehobenem Meerrettich und Salat.

Advertisements

Ein Kommentar Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Mit süßen Bratäpfeln (und auch mit Kokos ;-)) habe ich es nicht so, aber die herzhafte Variante ist notiert!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s