Grünkohleintopf

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Manchmal neigt man ja in den Wintermonaten dazu kochtechnisch dem Sommer etwas hinterher zu trauern: Die ganzen Früchte, Zucchini, Auberginen, frische Tomaten…. Gefühlt besteht das winterliche Gemüseangebot eben oft aus Kohl, Kohl, nochmal Kohl und jeder Menge Wurzelgemüsen. Das klingt halt erstmal nicht sooo sexy.

Dabei gibt es auch durchaus im Winter Gemüse auf das man sich richtig freuen kann: Schwarzwurzeln zum Beispiel – oder auch Grünkohl! Darauf freue ich mich tatsächlich, denn den gibt es eben im Sommer nicht – zumindest nicht in frischer Form. Und wenn ich den ersten frischen Grünkohl in die Finger kriege wird einer dieser richtig schönen deftigen Wintereintöpfe gekocht. Im Sommer würde einem sowas doch gar keinen Spaß machen, aber wenn es draußen mal wieder so richtig schön usselig ist, ist das genau das richtige.

Meinen habe ich diesmal zum ersten Mal noch mit ein paar Apfelstücken verfeinert, was sehr lecker war. Wer mag kann sie natürlich auch direkt mit untermischen und mitgaren (dann eine relativ feste Sorte verwenden, damit sie nicht zerfallen). Normalerweise gare ich auch immer noch ein paar Schmorgewürze (Piment, Pfefferkörner, Wacholder, Nelken, Lorbeer nach Belieben) mit. Das habe ich diesmal vor lauter Überschwang glatt vergessen – macht aber nichts, geschmeckt hat es auch so ;-)

Für 2 Portionen:

  • 300g frischer Grünkohl
  • 3 Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 3 kleine Knoblauchzehen
  • Butterschmalz zum Anschwitzen
  • 1 große Cabanossi oder Mettwurst (150g)
  • 2 gehäufte TL Senf
  • 1/2 l Brühe
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 Apfel
  • 1 EL Butter
  • 2 Prisen Zucker
  1. Grünkohl in mundgerechten Stücken von den Stielen zupfen. Kartoffeln schälen und in etwa 1cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  2. Butterschmalz in einem großen Topf zerlassen. Zwiebeln und Knoblauch zugeben und kurz anschwitzen, dann Grünkohl und Kartoffeln zugeben und ebenfalls wenige Minuten mit anschwitzen.
  3. Cabanossi in Scheiben schneiden und zugeben. Senf zugeben. Mit Brühe angießen, leicht salzen (Cabanossi und Brühe sind ja schon salzig) und zugedeckt bei kleiner Hitze köcheln bis Kartoffeln und Grünkohl weich sind (etwa 20-30 Minuten). Mit 1 Prise Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Den Apfel schälen und in nicht zu dünne Spalten schneiden. In der Butter kurz anschwitzen, mit einer guten Prise Zucker bestreuen und auf kleiner Hitze leicht ankaramellisieren lassen. Mit dem Grünkohl servieren.
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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. hmmm… lecker. bei mir gab es heute auch erst Grünkohl. ganz traditionell mit Pinkel, Kassler und Mett-Enden. Die Variante mit dem Apfel hört sich super an.

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    1. Tring sagt:

      Pinkel ist auch eine Art Wurst, oder? Das ist glaube ich was typisch Norddeutsches, die habe ich hier noch nie gesehen. Mett-Enden oder Kasseler gehen natürlich auch sehr gut – ich hatte halt noch Cabanossi da ;-)

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      1. ja stimmt, Pinkel ist eine Grützwurst. stimmt, die ist weiter südlich kaum erhältlich.

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  2. Cheriechen sagt:

    Oh, ja! Grünkohl, liebe ich sehr! So sagt hier aber keiner, bei uns ist das Mus! Dazu trinke ich dann gerne mal ein Bier, sonst greife ich das ganze Jahr kaum danach…

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    1. Tring sagt:

      Lustig – den Begriff Mus kannte ich für Grünkohl überhaupt nicht. Aus welcher Ecke kommst du denn?

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  3. evazins sagt:

    „ussig“ :-D Grünkohl mag ich auch sehr, nur das Waschen macht so gar keinen Spaß, weshalb ich nun zum ersten Mal TK-Ware gekauft habe, ich werde berichten.
    Und natürlich wünsche ich die eine wundervolles neues Jahr!

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