Zitroniges Kohlrabi-Risotto mit Kresse und Feta

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Manchmal habe ich den Eindruck, dass Risotto kochen von vielen als irgendwie schwierig oder zu aufwendig empfunden wird. Dabei ist es das nicht im geringsten. Es ist nur insofern ein bisschen „lästig“, als dass man die ganze Garzeit neben dem Herd stehen und im Topf rühren und Brühe nachschöpfen muss, damit nichts anbrennt. Das wars aber auch eigentlich schon in Sachen Arbeits- und Zeitaufwand. Einziger Nachteil: Man muss es wirklich sofort essen, weil es sonst nachzieht und der Reis zu weich bzw. das ganze Risotto zu fest wird.

Dagegen hat Risotto kochen einige Vorteile: Die Grundzutaten sind absolut simpel. Reis, Butter, eine Zwiebel (auch die kann man notfalls weglassen), Brühe und ein bisschen Säure. Notfalls (alle Puristen jetzt hier bitte ganz schnell den nächsten Satz überlesen) tut es auch Essig für die Säure und ein einfacher Milchreis. Ich habe es im vorletzten Urlaub selbst ausprobiert als wir in der Ferienwohnung für ein paar Tage nicht noch riesen Vorräte einkaufen wollten – es ist ziemlich gut essbar in der Form. Man muss dann halt nur mit der Dosierung etwas vorsichtiger sein. Besser schmeckt es aber natürlich mit ein wenig Weißwein oder Zitronensaft. Weil es nur wenige Grundzutaten braucht und sehr gut satt macht ist Risotto außerdem ein super Essen für den eher schmalen Geldbeutel. Denn man kann an zusätzlichen Zutaten eigentlich verwenden was man gerade da hat (auch Reste funktionieren sehr gut) und was gerade Saison hat. Schön sind im Sommer beispielsweise auch Varianten mit klein geschnittenen Tomaten und  Rucola oder ein paar Pilzen im Herbst.

Ich hatte aber noch Kohlrabi da und habe deshalb den verwurschtet. Die Kombination mit Zitrone und Kresse esse ich häufiger, wenn ich Kohlrabi einfach als Gemüsebeilage koche (dann einfach in Butter weichdünsten und Zitronenschale, -saft, Kresse und ein wenig Creme Fraiche dazu). Auch sehr lecker, aber eine andere Baustelle… Aber ich habe mir gedacht, was mir als Gemüse recht ist, ist mir als Risotto billig und habe es einfach mal getestet. Und was soll ich sagen – ich find’s total lecker. Nach der Tomaten-Rucola Variante ist das ehrlich gesagt jetzt zu meinem  Mit-Lieblings-Risotto avanciert, aber ich mag die Kombination mit Zitrone und Kresse auch einfach sehr ;-)

Für 2 Portionen:

  • 1 Kaffeetasse voll Risottoreis (ich habe Arborio genommen)
  • 1 Zwiebel
  • 2 EL Butter
  • 2 Kohlrabi
  • 1/2 Zitrone
  • etwa 700-800ml Brühe (hängt vom verwendeten Reis und der Hitze ab)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 Beet Kresse
  • 1 EL Öl
  • 50g Feta
  1. Zwiebel schälen und fein würfeln. Kohlrabi ebenfalls schälen und 2/3 in etwa 1/2 cm große Würfel schneiden. Den restlichen Kohlrabi sehr fein würfeln und beiseite stellen. Etwa 800ml Brühe aufkochen und warmhalten.
  2. 1 EL Butter in einer weiten Kasserole zerlassen. Erst die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten, dann den Reis zugeben und kurz mitdünsten. Schließlich die Kohlrabiwürfel (1/2cm) ebenfalls zugeben und 1-2 Minuten mitdünsten.
  3. Mit einer Schöpfkelle voll heißer Brühe ablöschen. Risotto auf mittlerer Hitze unter häufigem Rühren so lange köcheln bis die Brühe nahezu komplett verkocht ist. Dann die nächste  Schöpfkelle Brühe zum Reis geben und wie oben verfahren. So lange weitermachen, bis der Reis anfängt weichzuwerden, aber noch deutlich bissfest ist.
  4. In der Zwischenzeit die restlichen Kohlrabiwürfel in heißem Öl braun anbraten. Mit Salz, Pfeffer und Zitronenabrieb würzen.
  5. Wenn das Risotto bissfest, aber noch nicht komplett gar ist den Zitronensaft zufügen (bei mir etwa von 1/2 ) Zitrone. Jetzt mit der Zugabe von weiterer Brühe u.U. etwas vorsichtiger sein und öfter mal probieren, bis der gewünschte Garpunkt und die entsprechende Konsistenz (Menge der Brühe) erreicht ist.
  6. Dann die Kresse und die restliche Butter unter das Risotte rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dabei vorsichtig salzen, weil der Feta ja auch noch Salz mitbringt.
  7. Das Risotto mit den restlichen Kohlrabiwürfeln und etwas zerkrümeltem Feta bestreuen und sofort servieren.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Ich habe auch nie verstanden, was am Risottokochen so schwer sein soll. Das gab es bei uns jahrelang mindestens zwiemal pro Woche. Vielleicht war das etwas zu oft, denn inzwishcen habe ich schon bestimmt ein halbes Jahr keins mehr gekocht. Die Kombination von Kohlrabi, Kresse und Zitrone klingt gut und wird gespeichert! :-)

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  2. Cheriechen sagt:

    Das Aroma, das ich mir hier vorstelle, klingt schon ein wenig nach Frühling! Prima..
    Risotto gehört bei mir seit Thermomix in die Kategorie „fast food“. Wenn ich z.B. vom Laufen komme: Zwiebel hacken, andünsten, Reis u Flüssigkeit dazu usw., satte 20 min zum Duschen und Föhnen.., gut gelaunt an den Tisch!
    Wobei das Handrühren auch Spaß macht..
    Liebe Grüße
    Cheriechen

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