Mangold-Puffer

Warum ich dieses Rezept bisher noch nie gebloggt habe ist mir schleierhaft. Es war eines der ersten, die ich von Ottolenghi ausprobiert habe und es hat dazu geführt, dass ich erstens von seiner Art zu Kochen seitdem ziemlich infiziert bin und zweitens, dazu dass ich Mangold, und überhaupt alle Arten von Gemüse, in Pufferform und mit Joghurtdip für mich entdeckt habe (und diese seitdem ausgiebigst meinen Speisplan bereichern).

Dabei sind die Zutaten eigentlich denkbar simpel: Man nehme ein wenig Mangold, Pinienkerne und würzigen Käse (ich habe es sowohl mit Kashkaval als auch mit dem von Ottolenghi als Ersatz vorgeschlagenen Pecorino ausprobiert – beides funktioniert hervorragend) und backe daraus wunderbar lockere Puffer aus. Sie sind tatsächlich dermaßen locker, dass ich bei meinem ersten Versuch doch ernsthafte Bedenken hatte, sie könnten sich beim Ausbacken in ihre Einzelteile zerlegen. Das tun sie nicht – sofern man die Puffer schön klein hält, beim Braten nicht wild daran herumzerrt und die Masse vorher mit den Händen ein wenig zusammendrückt.

Bei Ottolenghi wird der Mangold vorher blanchiert – ich habe mir das geschenkt und ihn stattdessen kurz in der Pfanne angebraten. Dann hat man hinterher auch nicht so viel Mühe, das Wasser wieder auszudrücken. Ansonsten habe ich alles beim vorgegebenen Rezept belassen und lediglich die vorgeschlagene Sauerampfersauce gegen einen simplen Joghurtdip mit etwas Zitrone ausgetauscht. Inzwischen habe ich die Puffer vermutlich an die 10x gekocht und könnte mich immer noch jedes Mal reinsetzen. Danke Yotam!

 

Für 2 Personen:

  •  500-600g Mangold
  • 40g Pinienkerne
  • Öl zum Anbraten
  • 100g Kashkaval oder Pecorino
  • 1 Ei
  • 40g Semmelbrösel
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Ausbacken
  1. Den Mangold klein schneiden. Die Stile in einer Pfanne in wenig Öl wenige Minuten anbraten, dann die Blätter zugeben und zusammenfallen lassen.
  2. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten.
  3. Mangold mit Pinienkernen, geriebenem Käse, Ei und Semmelbröseln vermischen. Mit Salz und Pfeffer herzhaft abschmecken.
  4. Öl (nicht zu knapp) in einer Pfanner erhitzen. Aus der Gemüsemasse mit ein wenig Druck kleine Küchlein formen und ins heiße Öl setzen. Von jeder Seite 3-4 Minuten anbraten, dabei möglichst wenig wenden. Aufpassen, dass die Pinienkerne nicht schwarz werden!

Dazu: Ein Joghurtdip und Salat.

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4 Kommentare zu “Mangold-Puffer

  1. Ja, das Rezept habe ich auch schon ausprobiert (und übrigens die Sauerampfersauce auch weggelassen :)) und war hellauf begeistert! Zum Glück wartet im Garten noch jede Menge Mangold auf sinnvolle Weiterverarbeitung ;)

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    • Oh, du hast den im Garten! Das ist natürlich super. Ich muss immer schauen, wann ich mal welchen in der Gemüsekiste habe. Ansonsten ist der hier leider nicht so oft zu bekommen :-(
      Liebe Grüße, Tring

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