Bulgur-Burger

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Ich gebe zu, dass ich gegenüber diesem Gericht aus „Veggiestan“  leichte Vorurteile hatte. Ich esse zwar sehr gerne Bulgur, und verwende auch gerne z.B. Gemüse anstatt Fleisch für Burger. Dennoch war ich ein wenig skeptisch was die Verwendung von Bulgur für diese Zwecke anging. Meine Befürchtung war, dass das ganze entweder staubtrocken wird oder nicht zusammenhält. Erstes ist es definitiv nicht und das mit dem Zusammenhalten hat nach kleinen Anpassungen an das Rezept dann auch funktioniert. Die Masse entsprechend dem Originalrezept war mir noch viel zu flüssig geraten (sie hatte fast schon Breikonsistenz, an Frikadellen war nicht zu denken) – also habe ich kurzerhand etwas Bulgur nachgelegt. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob es wirklich am Rezept liegt oder daran, das ich eine sehr große Tomate erwischt und auf mittelfeinen (statt feinen) Bulgur zurückgegriffen habe. Im Endeffekt habe ich jedenfalls deutlich mehr Bulgur im Verhältnis verwendet.

Nach der entsprechenden Anpassung war die Masse zwar immer noch weich, aber form- und ausbackbar und dann sehr überzeugend ;-) Durch die vielen Gewürze wird das ganze wunderbar herzhaft und der Bulgur bekommt durch das langsame Ausbacken eine schöne Kruste.

Ich habe das ganze sowohl mit schnell selbst zusammengerührtem Zaziki (Gurkenraspel, griechischer Joghurt, Knoblauch, Olivenöl, Zitrone, Salz und Peffer) als auch in der eher klassischen Variante mit Ketchup und Senf ausprobiert. Beides war sehr lecker! Wer sich noch nicht an den Bulgur traut dem empfehle ich zumindest die Gewürze mal an einem „normalen“ Hackfleisch- Burger auszuprobieren – das ist bestimmt auch super!

Für 6 kleine Burger:

  • 100g mittelfeiner Bulgur oder Couscous
  • 50g rote Linsen
  • 2 EL Mehl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tomate
  • 1 kleine Möhre
  • 1/2 Bund Koriander
  • 1 EL Tahini
  • 1 großzügige Prise Kreuzkümmel
  • 1 großzügige Prise geräuchertes Paprikapulver
  • 1/4 TL Chilipulver
  • 1/4 TL gemahlener Koriander
  • Salz und Pfeffer
  • Öl zum Ausbacken

Außerdem:

  • Burgerbrötchen
  • Tomaten
  • Salat
  • Zaziki
  • Krautsalat oder saure Gurken
  • Röstzwiebeln
  1. Den Bulgur etwa 1/2 cm mit kochendem Wasser bedecken und kurz quellen lassen. Linsen gar kochen und gut abtropfen lassen.
  2. Tomate und Möhre grob würfeln, Koriander grob durchhacken.
  3. Gemüse, Kräuter, Gewürze und Linsen mit dem Mixer pürieren. Mit dem gequollenen Bulgur und etwas Mehl vermischen und eine gute halbe Stunde im Kühlschrank ruhen lassen (die Masse sollte am Ende zwar weich, aber formbar sein). Abschmecken.
  4. In heißem Öl flache Frikadellen ausbacken, dabei nicht zu viel wenden, sonst zerfallen sie.
  5. Mit aufgebackenen Brötchen und den übrigen Zutaten nach Belieben zu Burgern schichten.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. marco sagt:

    Der schnöde Salat verdeckt ja das tolle Bulgur-Patty ganz :-p Da sieht man ja gar nichts ;) Aber das Resultat stelle ich mir ganz wunderbar vor. Ich kenne ein ähnliches Rezept mit Couscous, aber die Bulgur-Variante merke ich mir in jedem Fall! Ich habe nämlich einer Kollegin kürzlich versprochen, dass ich ihr Vegi-Burger zubereiten werde :)

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    1. Tring sagt:

      Oh, stimmt :-) Das war allerdings das einzige Foto das nicht unscharf oder verwackelt war… ;-)
      Ob Couscous oder Bulgur macht glaube ich keinen großen Unterschied. Eigentlich tausche ich beides immer nach Belieben aus – je nachdem was ich gerade zu Hause habe. Mit Couscous funktioniert das also sicherlich genauso. Liebe Grüße, Tring

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