Wärmende Würze gegen trübes Sommerwetter: Afghanischer Möhreneintopf

Leider hat der Sommer ja mal wieder eine Pause eingelegt. Ich habe mir als ich heute morgen den Rechner angeschmissen habe doch tatsächlich eine kleine Decke rausgeholt… Jedenfalls steht mir der Sinn im Moment so gar nicht nach all den Sommersalaten, sondern eher nach etwas wärmendem. Und da in meiner Gemüsekiste noch ein paar Möhren herumdümpelten (anders kann man den Zustand wirklich nicht mehr beschreiben) kam mir ein weiteres Rezept aus Veggiestan gerade recht: Apfghanischer Karotteneintopf. Das hört sich doch gleich viiiieeeel exotischer und irgendwie verheißungsvoller an als „Omas Möhreneintopf“ – obwohl es wahrscheinlich das entsprechende Äquivalent ist ;-)

Beim Rezept habe ich ein wenig geschummelt – eigentlich sollten nakhod daul (geschälte und halbierte Kichererbsen – nein, ich hätte das nicht gewusst, es stand im Rezept) mit verwendet werden. Ich hatte keine da und war zu faul  noch loszulaufen und welche zu kaufen. Also sind schnöde deutsche Tellerlinsen mit an das Gericht gewandert. Sozusagen zum Ausgleich habe ich deren Menge dann gegenüber der im Rezept angegebenen halbiert (unten im Rezept schon die halbierte Menge), was sich als weiser Entschluss herausgestellt hat. Denn ansonsten hätte es Linsen mit Möhren und nicht Möhren mit Linsen gegeben.

Davon abgesehen habe ich an dem Rezept rein gar nichts auszusetzen – das Gemüse kriegt ein schönes Bad aus Gewürzen und Tomaten und darf dann in Ruhe vor sich hinköcheln. Heraus kommt ein gut sättigender, sehr würziger und leicht scharfer Eintopf. Tatsächlich hat es von der Konsistenz her mit einer Suppe nicht mehr viel gemein, die Flüssigkeit ist nahezu vollkommen verdampft. So kann man das ganze aber hervorragend mit ein wenig Joghurt und Brot auflöffeln. Wer braucht da schon Salat?

 

DSCN4517

Für 2 Personen:

  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 halbe Peperoni oder Chili
  • 1,5 cm Ingwer
  • 1/2 TL Kurkuma
  • Je 1/4 TL Kreuzkümmel und Koriander
  • 1 Prise gemehlene Nelken
  • 300g Möhren
  • 80g Linsen (nicht die roten, die zerkochen zu stark)
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 große Tomaten
  • Salz
  • 1 EL Zitronensaft oder Essig
  • Etwa 1/4 l Wasser
  • Olivenöl
  • Joghurt nach Belieben
  • Frische Minze, Koriander oder ‚Petersilie zum Garnieren
  1.  Möhren schälen und in etwa 2-3cm lange Stücke schneiden.
  2. Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Peperoni fein hacken und in wenig Öl andünsten. Dann die Gewürze, die Möhren und die Linsen zugeben und ebenfalls kurz mit anschwitzen.
  3. Dann  klein gehackte Tomaten, Tomatenmark und Zitronensaft/Essig zugeben. So viel Wasser angießen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist. Leicht salzen.
  4. Zum Kochen bringen und etwa 45 Minuten auf kleiner HItze köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist, ggf. die Flüssgkeitsmenge anpassen.
  5. Abschmecken und mit einem Klecks Joghurt, etwas Zitronensaft, Olivenöl und ein paar frisch gehackten Kräutern bestreut servieren.

Dazu: Brot oder Reis.

 

 

Advertisements

6 Kommentare zu “Wärmende Würze gegen trübes Sommerwetter: Afghanischer Möhreneintopf

  1. Klingt gut, ich würde vorschlagen. das Gericht mit feineren Linsen aufzuwerten- Puy (Fr), Umbrische (It), oder auch Berglinsen. Alle drei sind klein, in der Zeit gar, nussig und (das wichtigste) gar nicht mehlig wie die normalen Tellerlinsen.
    Grüße,
    Alex

    Gefällt mir

    • Wenn man kleinere Linsen nimmt bekommt es sicher noch mehr Gemüse- als Eintopfcharakter, wobei ich dieses leicht schlotzige von den Tellerlinsen auch nicht schlecht finde. Ich werde das aber das nächste Mal mal austesten ;-)
      Liebe Grüße, Tring

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s