Auf den Fisch gekommen: Lachs mit Brösel-Parmesan-Kruste

Dass ich hier nochmal ein Fischrezept poste hätte ich mir auch nicht träumen lassen. Denn ganz lange habe ich mich an Fisch überhaupt gar nicht dran getraut. Da meine Familie in einen Fischliebhaber und eine Fischhasserin gespalten ist, gab es bei uns nämlich lange Jahre quasi gar keinen Fisch, oder halt rechteckigen. Hin und wieder ein paar frische Muscheln und Matjes im Holland-Urlaub – das wars dann aber auch. So wirklich gefehlt hat mir das lange Zeit trotzdem nicht, bis ich in China in relativer Meeresnähe gewohnt und mit sehr leckerem und sehr frischem Fisch allerorten konfrontiert war. Widerstand zwecklos. Seitdem esse ich Fisch sehr gerne in (fast) allen Varianten. Nur mit Fischsuppe kann ich mich bis heute nicht anfreunden, seit ich sie in Korea mal zum Frühstück vorgesetzt bekam…(sorry Haengsin, die war sicher super ;-)).

Jedenfalls hat die jahrelange quasi-Fischabstinenz bei mir dazu geführt, dass ich mit Fisch bis jetzt eigentlich kochtechnisch nichts anzufangen wusste. Ohne jede Erfahrung in puncto Gartemperaturen und -zeiten hatte ich irgendwie immer die Befürchtung, dass das Ergebnis eigentlich nur schlecht schmecken könnte – und da frischer Fisch hier relativ teuer ist habe ich es dann lieber gleich ganz bleiben lassen…

Nachdem mir aber eine chinesische Freundin permanent von großartigen (und super einfachen!) Fischrezepten vorgeschwärmt und mich in den nächsten Supermarkt mit Frischfisch-Theke geschleppt hat, wo zu allem Überfluss das Lachsfilet auch noch spottbillig im Angebot war konnte ich nun quasi nicht mehr anders. Da stand ich also jetzt mit diesem Beutel Frischlachs in meiner Küche wie die Jungfrau vorm Kinde – kein Rezept und keinen Plan wie ich das Ding jetzt verarbeiten sollte. Dafür umso mehr Hunger.. Da habe ich mich dunkel erinnert, dass man das Ding auch unter einer schönen Butter-Brösel-Kruste (viel Butter hilft ja frei nach Herrn Lichter immer)  in den Ofen packen kann. Gesagt, getan.

Ein paar Tomaten sind auch noch mit an den Fisch gewandert. Ich habe sie einfach drunter gelegt und mitgebacken. Das nächste Mal würde ich sie vorher kurz unter den Grill schieben, bevor ich den Fisch drauflege. Durch die kurze Garzeit waren sie so leider noch quasi im angewärmten Rohzustand, das macht aber fast gar nichts. Dafür habe ich den Garpunkt vom Fisch (zumindest wie ich finde) echt super erwischt (vor allem dafür, dass ich überhaupt keine Ahnung hatte und das Ding einfach nach dem Motto „sieht gar aus, wird schon gut sein“ aus dem Ofen geholt habe).

Ich bin zugegebenermaßen jetzt ein bisschen angefixt. Das nächste Mal, wenn wieder Fisch im Angebot ist werde ich wieder zuschlagen ;-)

Für 1-2 Personen:

  • 250g Lachsfilet
  • 100g Butter
  • 1 Hand voll Semmelbrösel
  • 1 kleiner Bund Koriander (oder Petersilie)
  • Salz und Pfeffer
  • 1 kleine Hand voll geriebenem Parmesan
  • 1-2 Tomaten
  1. Ofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Den Lachs von der Haut schneiden.
  2. Butter, Brösel, gehackten Koriander, Parmesan und eine gute Prise Salz und Pfeffer vermischen. Abschmecken.
  3. Eine ofenfeste Form einfetten. Die Tomaten in dünne Scheiben schneiden und darin verteilen, salzen und pfeffern. (Ggf. kurz im Backofen 10-15 Minuten vorbacken).
  4. Den Fisch auf die Tomaten setzen und die Butter-Brösel-Mischung darauf verteilen. Im heißen Ofen 8 Minuten garen, dann nochmal 1-2 Minuten unter den Backofengrill stellen, damit die Kruste schön bräunt.

Dazu: Kartoffeln und Salat.

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4 Kommentare zu “Auf den Fisch gekommen: Lachs mit Brösel-Parmesan-Kruste

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