Nudelsuppe mit selbstgemachter Currypaste

Manchmal glaube ich tatsächlich ich leide unter Gedächtnisschwund oder habe einen Mitbewohner, von dem ich noch nichts weiß. Nämlich immer dann wenn ich zum Kochen an meinen Vorratsschrank gehe in der absolut felsenfesten Überzeugung noch etwas von diesem oder jenem in rauhen Mengen vorrätig zu haben. Und dann feststellen muss, dass das leider nicht den Tatsachen entspricht….

So kommt es, dass ich für diese Suppe/Eintopf Spaghetti anstatt der eigentlich vorgesehenen Glasnudeln verwendet habe. War auch nicht schlecht ;-) Die Suppe selber ist eine Mischung aus thailändischem Curry und den Nudelsuppen, die ich in China zu jeder Tages- und Nachtzeit zu Hauf gegessen habe. Eigentlich fischt man sich den Inhalt (also Nudeln und Gemüse) mit den Stäbchen raus und schlürft dann die Brühe dazu oder hinterher. Herrlich! Und da es im Moment draußen furchtbar usselig kalt ist und ich meine Erkältung immer noch nicht losgeworden bin, musste eine ordentliche „nasen- und halsfrei“ Keule in Form von frischer Currypaste dran. Die wärmt schön von innen und ich bilde mir zumindest ein, dass Ingwer und Chili ihr übriges tun, um der Erkältung den Garaus zu machen. Ihr wisst schon, Placebo und so… wenn man nur lang genug dran glaubt… ;-)

Die Suppe lässt sich natürlich beliebig variieren. Statt des Zitronensaftes wäre natürlich Limettensaft eigentlich stilechter (den ich aber nie da habe) und an Gemüse geht eigentlich alles, was gerade verfügbar ist.  Rein optisch wären z.B. Möhren oder eine rote Paprika auch sehr schön oder Brokkoli oder Zuckerschoten oder… die Liste lässt sich beliebig fortsetzen. Die Currypaste habe ich mir aus „Täglich Vegetarisch“ von Hugh Fearnley-Whittingstall abgeschaut und nur leicht variiert (Zwiebel anstatt Schalotten und etwas mehr Zitronengras). Die Menge, die ich unten angegeben habe ergibt deutlich mehr als die benötigten 2 1/2 TL. Sie hält sich aber in einem Schraubglas ganz wunderbar im Kühlschrank (bei mir jetzt schon gut 1 1/2 Wochen), so dass einer weiteren Verwendung bspw. in Currys nichts im Wege steht.

Für 2 Personen:

Für die Currypaste:

  • 1 Zwiebel (oder 2-3 Schalotten)
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, geschält
  • 2 Stängel Zitronengras (im Original auf die Menge nur einer)
  • 2-3 mittelscharfe Chilis, entkernt
  • 1 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL gemahlender Koriander
  • 1/2 TL gemahlener Kurkuma
  1. Alle Zutaten grob hacken.
  2. Alles mit 1-2 EL Wasser pürieren und im Schraubglas im Kühlschrank aufbewahren.

Für die Suppe:

  • 1 kleine Hand voll Spaghetti (chinesische Nudeln, bspw. lange Reisnudeln wären natürlich stilechter)
  • 1 Hand voll getrockneter Wolkenohr-Pilze
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 kleine Kohlrabi
  • 2 1/2 TL Currypaste (siehe oben)
  • 1/2 Dose (200ml) Kokosmilch
  • Salz
  • 1 TL Sojasauce
  • Öl zum Anschwitzen
  • 1 kleiner Bund Koriander
  • Zitronensaft (in meinem Fall etwa von 1/2 Zitrone)
  1. Die Wolkenohrpilze mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten einweichen. Dann den harten „Knubbel“ in der Mitte entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden.
  2. Kohlrabi schälen und in etwa 1/2 cm dicke Stifte schneiden (die Größe kann man natürlich nach Belieben varriieren). Frühlingszwiebeln putzen und in etwa 3cm lange Stücke schneiden.
  3. Nudeln in Salzwasser al dente kochen. Pilze in frischem Wasser noch einmal etwa 5 Minuten kochen bis sie nicht mehr zäh sind.
  4. Öl in einem Topf erhitzen. Die Currypaste kurz darin anschwitzen. Kohlrabi und Pilze zugeben und kurz anbraten . Kokosmilch und die gleiche Menge Wasser zugeben. Salzen, mit Sojasauce würzen und köcheln lassen bis die Kohlrabi fast gar, aber noch gut bissfest sind.
  5. Abgegossene Nudeln und die Frühlingszwiebeln untermischen und noch 2-3 Minuten köcheln lassen, damit sie den Geschmack besser annehmen.
  6. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Mit gehacktem Koriander bestreut servieren.
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Ein Kommentar zu “Nudelsuppe mit selbstgemachter Currypaste

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