Kipferl mit Tonkabohne

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Unter den Plätzchen nimmt das Kipferl irgendwie eine Sonderrolle an. Es wird nicht ausgestochen, nicht aufgespritzt und hat verhältnismäßig viel Teig. Der Klassiker wäre hier natürlich das Vanillekipferl, das definitiv nicht zu verachten ist. Aber irgendwie finde ich das auch immer ein kleines bisschen langweilig – kennt man halt ;-) Und dann bin ich in einer Weihnachtsausgabe von „Meine Familie und ich“ vom letzten Jahr auf dieses Rezept für Kipferl mit Tonkabohne gestoßen, die quasi einen sofortigen Nachbackreflex ausgelöst haben.

Denn seit ich mir vor einiger Zeit ein paar Tonkabohnen zugelegt habe kann ich von dem Zeug einfach nicht genug kriegen. Es hat eine gewisse Vanille-Note, aber irgendwie darüber hinaus noch was Würziges (und den schönen Nebeneffekt, das die ganze Küche trotz Schraubglas danach duftet). Extremst lecker – da konnten die Kipferl doch nur gut werden ;-)

Was man auf dem Foto durch die geschickt gewählte Perspektive nicht sieht – sie sind ein klitzekleines bisschen groß geworden – die Kipferl. Die Kipferl-Form-Queen bin ich ohnehin nicht – bei mir sehen sie immer aus wie verunglückte Bananen – und ich hatte völlig vergessen, das sie beim Backen noch ein bisschen aufgehen. Naja, wie war das: des Guten kann man nicht zu viel haben??? Schmecken tun sie jedenfalls super ;-) So ein oder zwei (oder drei oder vier, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen) haben schon direkt den Weg in meinen Magen gefunden – Qualitätskontrolle, ihr wisst schon.

Im Originalrezept werden die Enden in eine Nougatmasse getaucht und mit gemörserten Kaffebohnen verziert. Das habe ich mir geschenkt. Zum einen fand ich den Tonkageschmack alleine schon gut genug und zum anderen hatte ich etwas Bedenken, das eine Nougatmasse nicht fest wird. So bin ich auf einfache Schokolade ausgewichen. Schmeckt!

Für etwa 50 Stück:

  • 100g gemahlene Haselnüsse (im Original Mandeln)
  • 1 Tonkabohne
  • 220g Butter
  • 80g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 280g Mehl
  • 100g Zartbitterkuvertüre
  1. Haselnüsse, Butter, Zucker, Salz und Mehl zusammen mit der auf der Muskatreibe fein geriebenen Tonkabohne zu einem glatten Teig verkneten. In Folie gewickelt 2 Stunden kalt stellen.
  2. Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. Vom Teig etwa walnussgroße Stücke abknipsen und zwischen den Fingern länglich mit dünner zulaufenden Enden rollen. Dann die Enden leicht einbiegen, so dass kleine Halbmonde entstehen.
  3. Auf mit Backpapier belegte Bleche setzen und im heißen Ofen etwa 12 Minuten backen. Auf Kuchengittern abkühlen lassen.
  4. Die Kuvertüre schmelzen und die Plätzchen nach Wunsch hineintauchen oder damit überziehen (ich habe jeweils die Enden eingetaucht). Auf Backpapier oder Alufolie trocknen lassen. Gut verschlossen in Plätzchendosen aufbewahren.
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