生煎包 mit Hackfleisch-Chinakohl-Füllung

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Sogenannte 生煎包, also Baozi, die in der Pfanne gemacht werden und dadurch einen knusprigen Boden bekommen, gab’s hier ja schon mal. Im Grunde handelt es sich dabei um eine chinesische Form der Dampfnudel, wenn auch meist herzhaft gefüllt und zu jeder Tages und Nachtzeit im Angebot. Diesmal habe ich diesen leckeren kleinen Alleskönnern eine ganz klassische Füllung aus Hackfleisch und Chinakohl verpasst und im Vergleich zum letzten Mal die Teigmenge im Verhältnis zur Füllung reduziert. Dadurch werden sie insgesamt etwas kleiner (und man muss ein paar mehr essen um satt zu werden), geschmacklich finde ich es mit etwas mehr Füllung aber besser, weil insgesamt saftiger.

Wer mag kann natürlich auch auf die klassische Garmethode für Baozi zurückgreifen und sie in den Dämpfkorb geben. Zum einen besitze ich einen solchen allerdings immer noch nicht (warum eigentlich?) und zum anderen mag ich den knusprigen Boden, den sie durch das Anbraten in der Pfanne bekommen einfach zu gerne. Allerdings sollten sie relativ frisch gegessen werden, da der knusprige Boden nicht bis zum nächsten Tag überdauert. Wie man am Foto sieht hat in meinem Fall der erste Baozi schon die Qualitätskontrolle aus der Pfanne nicht überlebt…

Für 2 bis 4 Personen (je nachdem ob als volle Mahlzeit oder Snack):

Für die Baozi:

  • 250g Mehl + etwas mehr zum Verarbeiten
  • 15g Hefe
  • Etwa 1/2 TL Salz
  • Ca. 60ml Wasser (hängt vom verwendeten Mehl ab)
  • 40g Butter
  • 1 Ei (zimmerwarm)
  • 1 Prise Zucker

Für die Füllung:

  • 300g Gehacktes
  • 1/2 Chinakohl
  • 1/2 Bund Jiucai (ersatzweise ein großer Bund Schnittlauch und etwas mehr Knoblauch)
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 5cm Ingwer
  • 1 Ei
  • Salz
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 2 EL süße Sojasauce
  • 1 EL Sichuan-Pfefferkörner
  • 1 Schuss (ca 2-3 EL) Korn oder Wodka
  • 2 TL dunkles Sesamöl

Außerdem: Öl zum Anbraten

  1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben. In eine Mulde etwa 3/4 der lauwarmen Wassermenge geben, die Hefe hineinbröckeln, Zucker hineinstreuen und mit dem umliegenden Mehl teilweise leicht vermischen. Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich im Mehl deutliche Risse zeigen.
  2. Butter schmelzen und abkühlen lassen. Zusammen mit dem zimmerwarmen Ei und dem Salz untern den Teig kneten. Dabei ggf. das restliche Wasser zugeben. Es sollte ein weicher, elastischer und nach etwas kneten nicht mehr klebriger Teig entsteht. Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das dauert je nach Wärme normalerweise zwischen 30 und 60 Minuten.
  3. In der Zwischenzeit für die Füllung Jiucai und Frühlingszwiebeln klein schneiden und mit dem Gehackten vermischen. Ingwer und Knoblauch ebenfalls schälen, fein schneiden und untermischen. Sichuanpfeffer mit 1-2 EL kochendem Wasser überbrühen und etwas abkühlen lassen. Chinakohl fein hacken und ebenfalls untermischen. Ei zugeben.
  4. Die Masse mit dem Wasser vom Sichuanpfeffer (ohne die Körner), den beiden Sojasaucen, Korn, Sesamöl und Salz sehr würzig abschmecken, hart an der Grenze zum überwürzen. Die Füllung sollte sehr weich sein und intensiv duften.
  5. Vom gegangenen Teig  jeweils tischtennisballgroße Stücke abknipsen und dünn etwa Handteller-groß ausziehen oder -rollen. Je einen Esslöffel Teig in die Mitte setzen und die jeweils gegenüberliegenden Enden des Teiges nach und nach über der Füllung zusammendrücken bis alles verschlossen ist, dabei den Teig gut festdrücken.
  6. Öl in einer beschichteten Pfanne (mit Deckel) erhitzen. Baozi mit der geschlossenen Seite nach unten ins heiße Öl geben und 2-3 Minuten anbraten, bis sich die Unterseite goldbraun verfärbt hat.
  7. Ca. 300ml warmes Wasser angießen (die Baozi sollten zu 3/4 bedeckt sein) und bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze etwa 30 Minuten kochen bis das Wasser verdampft ist. Den Deckel dabei in der Zwischenzeit nach Möglichkeit nicht anheben, weil sonst der Dampf entweicht.
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8 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Ah, Potstickers! Die will ich auch ewig schon wieder einmal machen. Danke für die Erinnerung!
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Tring sagt:

      Der Teig für potstickers ist eigentlich noch mal ein anderer – ohne Hefe, aber vom Prinzip her ist das das selbe ;-)

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      1. evazins sagt:

        Ah, Ok, wieder was gelernt! Danke. :-)

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  2. marco sagt:

    Baozi stehen bei mir auf der Liste für 2015! :) Du hast mich schon im letzten Jahr damit geködert! Sieht schlicht genial lecker aus!

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    1. Tring sagt:

      Die sind auch sehr lecker und lassen sich quasi nach Belieben füllen ;) es macht ein bisschen Arbeit, aber das lohnt sich! Liebe Grüße, Tring

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  3. Alex sagt:

    Hallo Tring, Ich hab die Baozi nachgemacht und dich natürlich gewürdigt. Danke, das war gut.
    https://heatneat.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=3105&action=edit&message=6&postpost=v2

    schöne Grüße, Alex

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    1. Tring sagt:

      Freut mich, wenn es funktioniert und dir geschmeckt hat! ;-) liebe Grüße, Tring

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