Steckrüben-„Risotto“ aus Perlgraupen

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In der vom örtlichen Bio-Bauern angelieferten Gemüsekiste lag diese Woche eine etwa 1kg große Riesen-Steckrübe. Nun freue ich mich grundsätzlich immer, wenn ich auf diese Weise mal mit einem Gemüse in Kontakt komme, was sich a) sonst fast nirgendwo findet und das ich b) bisher kaum gegessen habe (wobei ein nicht zu verachtender Kausalzusammenhang zwischen a) und b) besteht….). ABER, was macht man dann mit so einem Gemüse? Beim letzten Mal ist die Steckrübe bei mir in einen Auflauf mit Hackfleisch und Tomaten gewandert – quasi wie Lasagne nur ohne Nudeln. Das war ohne Frage sehr lecker. Allerdings habe ich im Moment eine Vegetarierin zu Gast – und da ich zumindest bisher kein großer Freund von Soja als Fleischersatz bin fiel Bolognese damit schon mal flach.

Nach einigem Kochbuchwälzen bin ich dann allerdings doch fündig geworden – und zwar bei Hugh Fearnley-Whittingstall in „Täglich Vegetarisch“, der die Steckrübe in einer Art Risotto verarbeitet. Allerdings nicht mit Reis, sondern mit Perlgraupen. Die hatte ich tatsächlich irgendwann vor Monaten im Überschwang des Neu-Ausprobieren-Wollens mal eingekauft – und seitdem versauerten sie bei mir im (völlig überfüllten) Schrank. Da sich mit diesem Gericht also quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen ließen, war das schon mal gesetzt.

Ich hatte im Vorfeld ein bisschen Angst das Pergraupen + Steckrübe so langweilig schmecken könnte wie es sich anhört. Die Sorge war aber absolut unbegründet. Im Gegensatz zu Risottoreis behalten die Graupen beim Kochen ein bisschen mehr Struktur, was sich sehr gut macht, und die Steckrübe hat auch nach guten 25 Minuten köcheln noch einen schönen Biss und Eigengeschmack. Ich habe das Rezept großzügig um etwas Butter zum Schluss und ein wenig Zitronensaft für die Frische erweitert und ein wenig Postelein mit einer Joghurt-Sauce dazu gegessen. Heraus kommt ein absolutes Winter-Wohlfühlessen, was es definitiv öfter geben wird. Nur ein „Problem“ habe ich jetzt noch. Von der riesen Rübe habe ich nur etwa 1/3 verbraucht – was mache ich jetzt mit dem Rest?

Für 2 Personen:

  • Ca. 300g Steckrübe
  • 50g Butter
  • 1 große Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150g Perlgraupen
  • ca. 3/4l Brühe
  • 2 Hand voll geriebener Parmesan (am besten frisch)
  • Salz und Pfeffer
  • 2 große Hand voll Postelein
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 EL Joghurt
  • Zitronensaft
  1. Steckrübe schälen und etwa 1cm groß würfeln. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken.
  2. Brühe aufkochen und warmhalten.
  3. Einen guten EL Butter in einem Topf zerlassen. Knoblauch- und Zwiebelwürfel sowie die Perlgraupen darin kurz andünsten. Heiße Brühe suppenkellenweise dazugeben. Hin und wieder umrühren und alles auf mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Brühe fast komplett aufgesogen ist. Dann die nächste Kelle Brühe dazugeben.
  4. So weiter verfahren bis die Graupen und die Steckrübe weich aber noch bissfest sind. Einen guten Stich Butter und eine Hand voll geriebenem Parmesan unterrühren, den Rest des Parmesans später auf das Risotto geben. Mit Salz, Pfeffer und wenig Zitronensaft abschmecken.
  5. Für die Salatsauce Joghurt mit Olivenöl, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer verrühren. Mit etwas Wasser auf die gewünschte Konsistenz verdünnen. Mit dem Postelein vermischen und zum „Risotto“ servieren.

 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. evazins sagt:

    Oh, mit der restlichen Rübe lässt sich so manches anfangen. Meine Ideen sind aber nicht Vegetarier-tauglich. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Tring sagt:

      Mmhh, schade. Mein Gast bleibt noch ein paar Tage. Insofern muss es dann doch eine vegetarische Variante sein :-)

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