Topinambur und Möhren aus dem Backofen

Topinambur ist ja auch so eins dieser Gemüse, die man (leider) relativ selten findet. Wenn überhaupt habe ich das Glück im Winter ein paar Exemplare in meiner Bio-Gemüsekiste zu finden, so auch diese Woche. Aber wie das mit relativ seltenen (zumindest in Deutschland) Gemüsen so ist, ist auch die Lage an verfügbaren Rezepten relativ überschaubar. Fündig geworden bin ich – wieder mal – bei Ottolenghi, diesmal zur Abwechlung in „Genussvoll vegetarisch“ aus dem ich immer noch mit schöner Regelmäßigkeit koche. Allerdings habe ich auch diesmal das Rezept ein wenig abgewandelt, was teils der Verfügbarkeit und teils meinem Geschmack geschuldet war.

Neben den Topinambur sind bei mir ein paar Möhren mit in den Ofen gewandert – alleine wären 500g Topinambur für 2 Personen ansonsten nämlich dann doch ein bisschen sehr wenig gewesen. Zum richtig satt essen für 2 taugt es auch jetzt nicht – eher zu einem leichten Abendessen. Dafür habe ich im Gegenzug die Käsemenge deutlich reduziert; Im Originalrezept waren 400g Manouri auf 500g Topinambur vorgesehen. Das wäre dann eher Käse mit Topinambur als Topinambur mit Käse gewesen und so habe ich die Menge um gut die Hälfte (knappe 150g sind es bei mir am Ende geworden) reduziert. Außerdem bin ich auf Feta ausgewichen, da Manouri bei mir nach wie vor nicht aufzutreiben ist und ich Hallouni (der bei Ottolenghi als Alternative angegeben ist) mit seiner leicht gummiartigen Struktur nicht so viel abgewinnen kann.

Auch bei der Zubereitung habe ich ein bisschen gemogelt und auf das separate Anbraten von Tomaten und Käse in einer Grillpfanne verzichtet und sie einfach nach und nach mit zu dem Gemüse in den Ofen gegeben – man muss ja nicht unnötig Spül verursachen… ;-)

Heraus kommt wie schon gesagt eher ein etwas reichhaltigerer Salat als eine vollständige Mahlzeit – trotzdem ist das Ganze sehr lecker. Obwohl ich kein großer Freund von Chicoree bin, muss ich sagen, das er hier als kalte Salatunterlage einen guten Job macht. Dem Wurzelgemüse bekommt der kleine Frischkick in Form der angerösteten Tomaten und die Cremigkeit vom Käse außerordentlich gut. Zusammen mit dem sehr kräutrigen Dressing ist das also eine wirklich runde Sache.

Für 2 Personen als kleine Mahlzeit:

  • 500g Topinambur
  • 3 große Möhren
  • 1 Zitrone
  • 1 TL Thymian (getrocknet)
  • ca. 12 EL Olivenöl
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Hand voll Kirschtomaten
  • 150g Feta
  • 2 Chicoree-Stauden
  • 2 Hand voll Basilikum
  • 1 kleiner Bund Petersilie
  • 1 junge Knoblauchzehe
  1. Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen.
  2. Topinambur und Möhren schälen. Topinambur in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden, Möhren in kleinere Stücke teilen und achteln. Gemüse mit Thymian, 3/4 vom Saft der Zitrone 2 EL Olivenöl, 3EL Wasser sowie Salz und Pfeffer in einer ofenfesten Form mischen. Form mit Alufolie abdecken und im heißen Ofen 35 Minuten geschlossen garen.
  3. Währenddessen die Tomaten halbieren, nach 40 Minuten Backzeit die Alufolie von der Form entfernen, die Kirschtomaten in den Ofen geben und weitere 10 Minuten backen lassen. Feta in Würfel teilen, darüber geben und noch einmal für letzte 5 Minuten in den Ofen geben, bis der Käse warm ist und ganz leicht zerläuft.
  4. Chicoree in Blätter teilen und bereithalten. Kräuter und Knoblauch sehr fein hacken und mit restlichem Olivenöl und Zitronensaft sowie Salz und Pfeffer zu einem dickflüssigen Dressing mischen.
  5. Gemüse auf Chicoree anrichten und mit etwas vom Kräuteröl beträufeln. Servieren.

 

 

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3 Kommentare zu “Topinambur und Möhren aus dem Backofen

  1. Ich habe Topinambur letztes Jahr zum ersten mal probiert (auch in einem Ottolenghi-Gericht, als Auflauf mit Kartoffeln und Zitrone) und ich muss gestehen, dass ich den leicht seifigen Geschmack nicht so richtig dolle mag. Zum Glück gibt es genügend Alternativen. ;-)
    Liebe Grüße,
    EVa

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    • Schade, dass du es nicht magst. Seifig finde ich ihn eigentlich gar nicht, eher wie eine Mischung aus Kartoffel und Sellerie, aber vielleicht habe ich auch einfach nur eine etwas andere Züchtung erwischt ;-) Liebe Grüße, Tring

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