Crepes mit scharfer Tofu-Gemüsefüllung

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Dies ist mal wieder eigentlich ein klassisches Restegericht. Was macht man, wenn man noch ein paar relativ unschöne äußere Wirsingbätter sowie ein paar Tomaten und Champignons übrig hat, die ihre besten Zeiten auch schon hinter sich haben und keine Lust auf Pasta hat? Man versteckt sie einfach schön angebraten in einer Crepe. Damit es auch satt macht gab es etwas Tofu dazu und damit es nicht zu fad wird habe ich das ganze in einer schön cremigen Currysauce gebadet.

Die Ernussbutter darin war eine spontane Eingebung, die aber super gepasst hat. Ich hatte noch einen Rest Creme Fraiche übrig und habe die Sauce daher damit „eingecremt“. Etwas anderes wie Sahnejoghurt, Schmand oder einfach ein wenig Sahne oder Kokosnussmilch würden aber genauso gut funktionieren. Man braucht nur definitiv ein Gegengewicht zur Currypaste – auch wenn ich hier die gelbe verwendet habe, die eigentlich nicht sonderlich scharf ist. Gleiches gilt für den Limettensaft den man getrost durch ein paar Spritzer Zitronensaft ersetzen kann. Auch an Gemüse kann man eigentlich alles nehmen, was gerade übrig ist, solange es beim Kochen nicht völlig zerfällt. Schön – und zugegeben ein wenig Asia-typischer – wären sicher bspw Enoki-Pilze und ein wenig Koriander gewesen, aber man kann halt nicht alles haben ;-)

Für 2 Personen:

Für die Crepes:

  • 80g Mehl
  • 1 Ei
  • Milch oder Wasser
  • 1 TL Kurkuma
  • Salz

Für die Füllung:

  • 8 große äußere Wirsingblätter
  • 250g Champignons
  • 1 Hand voll Kirschtomaten
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 400g Tofu zum Braten
  • 2 cm Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1/2 EL gelbe Currypaste
  • 1 Becher Creme Fraiche (200g, alternativ 10%iger Joghurt, Schmand, Sahne oder Kokosmilch)
  • Limettensaft
  • 1 EL Erdnussbutter
  • Kokosöl
  1. Für die Crepes Mehl, Ei und soviel Milch und/oder Wasser (je mehr Milch man nimmt desto weicher wird hinterher der Crepe) nach und nach verrühren bis ein sehr dünnflüssiger, klümpchenfreier Teig entsteht. Mit Gewürzen abschmecken und 30 Minuten ruhen lassen.
  2. Tofu in ca 2cm große Würfel schneiden. Kokosöl in einer beschichteten Pfanne zerlassen und den Tofu langsam von allen Seiten goldbraun anbraten. Das dauert gute 10 Minuten, auf keinen Fall zu viel rühren sonst zerfällt er.
  3. Das Gemüse nach Belieben kleinschneiden, Ingwer und Knoblauch fein hacken. Tofu aus der Pfanne nehmen und auf Küchencrepe abtropfen lassen. Im heißen Fett nach und nach aus dem Teig dünne Crepes ausbacken und warmhalten.
  4. Knoblauch und Ingwer in etwas Kokosöl kurz anschwitzen, Gemüse zugeben und kurz kräftig anbraten. Herausnehmen.
  5. Currypaste, Erdnussbutter und Creme Fraiche in die Pfanne geben. Einmal aufkochen, ggf. etwas Wasser zugeben bis eine sämige Sauce entsteht. Mit Limettensaft und Salz abschmecken. Gemüse und Tofu untermischen. In den Crepes servieren.
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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. marco sagt:

    Heureka :) Mal wieder ein schönes Gericht, das zeigt wie kreativ man den vermeintlich langweiligen Tofu doch einsetzen kann. Die Kombi mit Erdnussbutter stelle ich mir gerade zu genial vor!

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    1. Tring sagt:

      Tofu ist alles andere als langweilig – er ist nur leider durch diese 80er Jahre-Öko-Grünkern Bewegung sehr zu unrecht in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Erdnussbutter macht sich wirklich gut darin, allerdings ist die Kombi bspw. mit chinesischer Sesampaste ja auch relativ geläufig;-) liebe Grüße, Tring

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  2. evazins sagt:

    Aaalsoo, jetzt muss ich ja doch einmal fragen: was kochst du denn Feines (und enthälst es uns vor?), wovon du dann immer die ganzen Reste hast?? ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva
    P.S.: Deine Reste-Crêpes klingen natürlich köstlich. :-)

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    1. Tring sagt:

      Hihi, in dem Fall hatte meine derzeitige Mitbewohnerin 3/4 des Wirsing auf dem Gewissen ;-) Aber meistens sind das Reste von diversen Gemüsepfannen oder Suppen. Du hast also nichts weltbewegendes verpasst :-) Liebe Grüße, Tring

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