Chia-„Pudding“ mit Kokos und Mango

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Mittlerweile reagiere ich meist relativ allergisch auf Begriffe wie „healthy“ oder „skinny“ in Rezeptbeschreibungen. Vorzugsweise finden sich diese nämlich gerne in Schokocremetorten, Lasagne oder Dips mit tonnenweise Sahne, Mascarpone oder ähnlichem, von denen ein kleiner Teil durch etwas leicht weniger fettes ersetzt und dann als „gesund“ tituliert wird. Nun habe ich absolut nichts gegen Schokocremetorten, habe nur festgestellt, das vermeintlich „gesunde“ Rezepte oft Augenwischerei sind.

Ganz oben auf der „Gesundwelle“ schwimmen auch die Chia-Samen. Rezepte für „gesunden“ Chia-Pudding geistern schon eine ganze Weile durch diverse Blogs, Pinterest etc. Im Netz werden die Samen gepriesen für ihren „… extrem hohen Proteingehalt, (…) reich an Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren, und (…) eine gute Calcium- und Eisenquelle“ (Chia-samen.info). Abnehmen soll man auch noch damit… So weit, so gut.

Nun stehe ich diesen Wundersamen zwar durchaus skeptisch gegenüber, bin aber auch neugierig. Und man sollte ja nichts rundweg ablehnen, was man nicht zumindest mal probiert hat ;-) Also Chia-Pudding. Das Rezept habe ich mir aus verschiedenen Quellen zusammengebastelt. Die Quellzeiten Für die Chia-Samen unterscheiden sich zeitweise erheblich. Zwischen 15 Minuten (eat smarter) und 2 Stunden (chia-samen.info) ist alles dabei. Ich habe mich hier an der Obergrenze orientiert – sicher ist sicher… Fakt ist, die Samen binden sehr gut Wasser. Deshalb sollte man zum einen nur relativ geringe Mengen davon essen (die von der EU empfohlene Dosierung liegt bei 15g -1 bis 2 Esslöffel – pro Tag), zum anderen empfiehlt es sich die Samen vor dem Essen einzuweichen.

Mit einem richtigen Pudding hat das ganze schon mal nicht viel gemein. Die Samen werden durch das Quellen weich – einen großartigen Eigengeschmack konnte ich nicht feststellen. Im Grunde handelt es sich um einen relativ reichhaltigen Joghurt. Ob das ganze nun gesundheitsförderlich ist, kann ich nicht beurteilen. Was es aber definitiv macht ist satt. Sehr satt. Insgesamt ist das also sicher kein Rezept, das ich Besuch vorsetzen würde. Als Büronachtisch ist es aber durchaus geeignet. Ein paar von den Chia-Samen sind noch übrig – mal schauen, was ich damit noch anstelle ;-)

Für 2 Portionen:

  • 2 EL Chia Samen
  • 100ml Kokosmilch
  • 100g Naturjoghurt (10%)
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Hand voll Kokosraspel nach Belieben
  • 1 reife Mango
  1. Chiasamen mit Kokosmilch verrühren und 30 Minuten quellen lassen. Joghurt unterrühren und nochmal gut 1 1/2 Stunden quellen lassen. Mit Honig und Vanille würzen.
  2. Mango schälen, grob zerkleinern und pürieren.
  3. Kokosraspel in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten. Unter den Joghurt mischen und abwechselnd mit dem Mangopüree in Gläser schichten.

 

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12 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ach, da sagst du etwas mit den „healthy-Varianten“! Das Schlimmste, was ich je gesehen habe, war ein Tiramisu mit Magerquark, Vollkornbiscuits und Carob statt Schokolade, der Kaffee war dann noch Getreidekaffee…
    Dann lieber ein anständiges Stück Knäckebrot u ein Glas Wasser und zur rechten Zeit ein richtiges Tiramisu mit Mascarpone, Espresso u allem drum und dran!!
    Dein Quell-und Sattmachdessert sieht sehr appetitlich aus und macht mich neugierig, denn ich auch ich habe die Chiasamen gekauft, aus Neugierde. Noch mehr interessieren mich die Samen des Wegerichs, der ja heimisch überall wächst und ähnlich wirken soll.., es gibt noch so viel zu probieren!
    Danke für dein Rezept und liebe Grüße
    Cheriechen

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    1. Tring sagt:

      Haha, das Tiramisu hört sich wirklich furchtbar an ;-) Meistens sind es ja wirklich entweder furchtbar gesunde Rezepte (siehe Tiramisu), die man einfach nicht essen will oder aber sie werden als gesund tituliert, aber es sind trotzdem noch 3 Tonnen Käse drin, was dann auch Augenwischerei ist…
      Wegerich-Samen sind mir bis jetzt noch nicht über den Weg gelaufen. Aber ich werde mal die Augen offen halten ;-)
      Liebe Grüße, Tring

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      1. Käuflich sind sie mir auch noch nicht aufgefallen, den Tipp erhielt ich bei einer Kräuterwanderung…

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  2. mumaskitchen sagt:

    Wie lecker!!! Mach ich mal nach!!

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    1. Tring sagt:

      Probiers mal aus, es ist (wie vieles) einfach Geschmacksache ;-)

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  3. Susanne sagt:

    Dein Pudding sieht ja richtig gut aus :-)
    Ich habe Chia-Samen auch probiert…..die können so gesund sein, wie sie wollen, die kommen mir nicht mehr ins Haus. Ich kann einfach mit so einer schleimigen Konsistenz nicht leben. Schüttel.
    @cheriechen – dann lieber kein Tiramisu; da esse ich lieber einen Apfel.

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    1. Tring sagt:

      Ich finde im Joghurt merkt man von der schleimigen Konsistenz eigentlich nichts, kann mir aber vorstellen, dass das bspw. bei Chia Gel schon wieder völlig anders aussieht. Der einzige Grund, weshalb ich evtl. hin und wieder nochmal damit was machen werde ist wirklich, weil sie unglaublich gut satt machen und als Bürosnack tatsächlich ganz gute Dienste leisten. Ob ich mir aber nochmal eine Tüte nachbestelle, wenn meine aktuelle aufgebraucht ist, weiß ich im Moment wirklich noch nicht ;-)

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  4. Das sieht wirklich prima aus!

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    1. Tring sagt:

      Dafür, dass es sooo gesund ist ;-)

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  5. ingahahnel sagt:

    Du sprichst mir aus dem Herzen. Meine ersten Chia versuche in Sachen Pudding haben mich fast abgeschreckt, puh dieses Glibber Mundgefühl! Von wegen Wundersamen.. satt ja aber Geschmack.. hmm? Nun denn ich habe weiter probiert und aus dem Restlichen Samen ein paar Kekse gebacken und mein Porridge aufgepeppt. :-) damit war ich in beiden Fällen zufrieden, muss aber dennoch gestehen, das ich mich auch aufgrund des Preises den Leinsamen öfters verbunden fühle. Lg

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    1. Tring sagt:

      Mit Joghurt fand ich es gar nicht glibberig, aber großartig Geschmack konnte ich bis jetzt auch noch nicht feststellen. Wenn ich ehrlich sein soll sind sie allerdings nach den ersten Versuchen recht schnell im Schrank verschwunden und bislang dort geblieben…:-) Liebe Grüße, Tring

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