Happy Ending mit Schokoküchlein

am

…für den Salzkaramell. Und irgendwie damit auch für mich. Besagten Salzkaramell habe ich schon vor einiger Zeit nach diesem Rezept von Aurélie hergestellt. Eigentlich hatte ich ihn als Begleitung zu einem neuen Rezept für Pfannkuchen vorgesehen, schön mit angeschmorten Apfelspalten und Eis. Leider war das Pfannkuchenrezept absolut nicht zu empfehlen (warum nehme ich Depp auch nicht einfach mein altbewährtes…): Eine Konsistenz tatsächlich eher wie Kuchen und mir damit viel zu fest und zu mächtig, viel zu süß und das verwendete Backpulver hat man auch noch furchtbar rausgeschmeckt. Nie mehr wieder! Dabei sahen sie so lecker aus…

Jetzt hatte ich aber das Salzkaramell nun einmal gekocht und war auf der Suche nach alternativen Verwendungsmöglichkeiten. Und was läge da näher als die Kombination mit einem schönen kleinen Schokoküchlein? Über exakt so einen bin ich nämlich in Ottolenghis „das Kochbuch“ gestolpert. Nun ja, wenn ich ehrlich bin kann man nicht wirklich von stolpern reden, denn an besagtem Rezept klebte seit wohl guten 2 Jahren ein Nachkoch-Klebezettel. Solche klebten allerdings auch an gefühlten 95% der restlichen Rezepte des Buches. Und so ist die „Schokotartelette“,  wie das Küchlein eigentlich heißt, bisher irgendwie untergegangen. Dazu beigetragen haben mag wohl auch, dass ich Ottolenghi zwar als Koch(buchauthor) sehr schätze, in ihm aber nie so wirklich den großen Bäcker gesehen habe. Es war also allerhöchste Zeit da mal einen Anlauf zu starten.

Besagte Tartelettes habe ich in Ermangelung von Tartelettes-Förmchen in einem Muffinblech gebacken. Statt der bei Ottolenghi verwendeten Marmelade habe ich ein kleines bisschen Salzkaramell hinein gegeben. Und ein paar Früchte – in meinem Fall Himbeeren – gabs on top. Ansonsten wären sie mir vermutlich auch zu mächtig gewesen. Die Füllung ist äußerst schokoladig-saftig (schokoladiger geht schon quasi nicht mehr), wogegen ich eigentlich überhaupt nichts einzuwenden habe. Allerdings sind die kleinen Törtchen dadurch auch im wahrsten Sinne des Wortes eine Wucht. Mehr als zwei kann man beim besten Willen hintereinander nicht essen (und das sage ich als jemand der überhaupt keinerlei Probleme damit hat eine komplette Tafel Schokolade hintereinander wegzuputzen). Das Obst bildet dabei einen schönen Kontrast und sorgt für das nötige Gleichgewicht. Ich würde daher auch auf etwas säuerliches Obst zurückgreifen. Die Himbeeren waren gut geeignet, Johannisbeeren kann ich mir genauso gut vorstellen.

Das nächste Mal würde ich den Rand noch ein bisschen höher ziehen – dann kugeln die Früchte auch nicht so schnell runter ;-) Wer es nicht ganz so süß mag sollte die Zuckermenge ein klein wenig reduzieren. Ich fand sie hart an der Grenze (wenn auch noch auf der guten Seite).

Schokoküchlein mit Salzkaramell

Für 8 kleine Küchlein:

Für die Böden:

  • 110g Mehl
  • 30g Zucker
  • etwas Zitronenabrieb
  • Salz
  • 60g kalte Butter + etwas mehr für die Formen
  • 1 Eigelb
  • 1-2 EL kaltes Wasser
  • getrocknete Hülsenfrüchte zum Blindbacken
  • Backpapier o.ä. zum Bedecken des Teiges beim Blindbacken

Für Füllung und Belag:

  • 4 TL Salzkaramell (Rezept für eine größere Menge siehe Link oben, alternativ Marmelade)
  • 150g Zartbitter-Kuvertüre
  • 100g Butter
  • 1 Ei
  • 1 Eigelb
  • 30g Zucker (evtl. ein bisschen weniger)
  • Früchte zum Belegen (Himbeeren, Johannisbeeren etc.)
  1. Für die Böden aus den Teigzutaten (Butter in Würfeln) einen Mürbteig herstellen. Abgedeckt ca. 30 Minuten kalt stellen.
  2. Eine Muffinform gut ausbuttern. Teig dünn ausrollen und die Formen damit auskleiden (er sollte für 8 Stück reichen). Form mitsamt dem Teig nochmal 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.
  3. Teig mit Backpapier o.ä. auslegen und mit Hülsenfrüchten bestreuen. Im heißen Ofen 20 Minuten blind backen.
  4. In der Zwischenzeit die Schokolade grob hacken und zusammen mit der Butter vorsichtig schmelzen, auf keinen Fall zu heiß werden lassen. Eier und Zucker solange aufschlagen bis eine hellgelbe dick-cremige Masse entstanden ist (das dauert auch mit dem Handrührer ein paar Minuten). Die Schokoladenmasse vorsichtig unterziehen.
  5. Die Böden aus dem Ofen nehmen. Temperatur auf 170 Grad hochschalten. Backpapier mit den Hülsenfrüchten entfernen (die können noch verwendet werden). Je einen halben Teelöffel Salzkaramell auf dem Teigboden verstreichen. Schokoladenmasse darauf verteilen. Dabei etwa 1cm Rand oben freilassen (die Masse geht beim Backen noch ein klein wenig hoch). Masse glatt streichen.
  6. Küchlein im heißen Ofen noch einmal 5 Minuten backen. Herausnehmen. In der Form etwas abkühlen lassen. Dann vorsichtig herauslösen und vollständig auskühlen lassen. Vor dem Servieren mit Früchten belegen.

 

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