生煎包子 mit Pak Choi

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In schönen regelmäßigen Abständen ereilt mich der Baozi-Hunger. Knuspriger Boden, weicher Hefteig, herzhafte Füllung – wer kann da schon nein sagen? Ich jedenfalls nicht. Diesmal habe ich allerdings mal wieder eine etwas andere Füllung ausprobiert – naja eigentlich waren es zwei: Eine mit Austern- und Sojasauce (siehe unten) und eine mit 面酱 einem chinesischen Saucengemisch mit u.a. Sesampaste, Essig und Chilisauce. Die war zwar nicht schlecht, aber durchaus noch verbesserungswürdig (der Essig war etwas viel). Also beschränke ich mich hier auf die Variante mit Austernsauce, die ich in Grundzügen hier entlehnt habe und sehr empfehlen kann.

Als Grundlage diente mir diesmal neben Hackfleisch etwas Pak Choi, der mich im Asialaden so angelacht hat, dass ich nicht dran vorbeigehen konnte. Statt dessen kann man aber natürlich auch alles mögliche an anderem Gemüse nehmen: Im chinesischen Originalrezept waren es Möhren; Chinakohl ist eine gute Alternative, Weiß- oder Spitzkohl funktionieren aber auch ebenso wie Bohnen (kurz bissfest gekocht) oder Zucchini (geraspelt und sehr gut ausgedrückt) usw….

Am besten schmecken die Baozi noch frisch aus der Pfanne. Ich habe einen Teil davon am nächsten Tag mit ins Büro genommen. Sie schmecken dann immer noch, allerdings geht der knusprige Boden leider verloren. Wie ihr an dem Foto sehen könnt sollte man Baozi nicht machen, wenn man schon Hunger hat – das geht dann doch etwas zu Lasten der Optik ;-) Auf dem Foto seht ihr die letzten Mohikaner, die noch von der Büromahlzeit am nächsten Tag übrig geblieben waren – sie haben allerdings auch nicht lange überlebt…

生煎包子 mit Pak Choi

Für 2-4 Personen:

Für den Teig nach bewährtem Rezept:

  • 250g Mehl + etwas mehr zum Verarbeiten
  • 15g (Frisch-)Hefe
  • Etwa 1/2 TL Salz
  • Ca. 60ml Wasser (hängt vom verwendeten Mehl ab)
  • 40g Butter
  • 1 Ei (zimmerwarm)
  • 1 Prise Zucker

Für die Füllung:

  • 250g Hackfleisch gemischt
  • 250g Pak Choi
  • Salz
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 4 TL gehackter Ingwer
  • 2 EL süße Sojasauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Austernsauce
  • Pfeffer
  • Öl zum anbraten
  1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben. In eine Mulde etwa 3/4 der lauwarmen Wassermenge geben, die Hefe hineinbröckeln, Zucker hineinstreuen und mit dem umliegenden Mehl teilweise leicht vermischen. Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich im Mehl deutliche Risse zeigen.
  2. Butter schmelzen und abkühlen lassen. Zusammen mit dem zimmerwarmen Ei und dem Salz untern den Teig kneten. Dabei ggf. das restliche Wasser zugeben. Es sollte ein weicher, elastischer und nach etwas kneten nicht mehr klebriger Teig entsteht. Teig abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das dauert je nach Wärme normalerweise zwischen 30 und 60 Minuten.
  3. Für die Füllung den Pak Choi erst längs unterteilen und dann in feine Streifen schneiden. Mit einer guten Prise Salz in eine Schüssel geben und etwas durchziehen lassen.
  4. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, Ingwer fein hacken und beides zusammen mit dem Pak Choi unter das Hackfleisch mischen. Soja– und Austernsauce zugeben, leicht pfeffern. Abschmecken. Der Hackfleischteig sollte intensiv duften und gut gewürzt sein, hart an der Grenze zu überwürzt, da der Hefeteig ja noch Geschmack „nimmt“.
  5. Von dem Hefeteig jeweils Golfball große Stücke abknipsen. Flach drücken und dünn rund ausrollen. Jeweils einen guten Esslöffel der Füllung in die Mitte geben. Seiten darüber zusammenführen und sehr gut verschließen.
  6. Öl in einer Pfanne erhitzen. Baozi mit der verschlossenen Öffnung nach oben dich an dicht hineinsetzen, kurz anbraten lassen bis der Boden erste Bratspuren zeigt. Dann so viel Wasser angießen, dass sie zu etwa zu 3/4 im Wasser stehen. Deckel aufsetzen und bei mittlerer Hitze bei durchgängig geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten dämpfen. Am Ende sollte das Wasser komplett verdampft sein.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Susanne sagt:

    Boazi gehen hier auch immer; ich habe schon viel zu lange keine mehr gemacht, Die Variante hier muss ich probieren, da ist alles drin, was ich mag :-)

    Gefällt 1 Person

    1. Tring sagt:

      Ich mache die eigentlich auch immer noch viel zu selten – obwohl es ja gar nicht sooo viel Arbeit ist ;-) Die Füllung fand ich super, auch wenn ich immer noch auf der Suche nach einem vernünftigen Rezept für eine Fischduft-Auberginen-Füllung bin, die ich vor Jahren mal in Jinan gegessen habe. Vielleicht werde ich da ja auch noch mal irgendwann fündig…

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