Jet ze müffele…

Kartoffelsalat oder Äädäppelschloot – wie m’r op kölsch sät – gehört einfach zum Karneval dazu. Er ist zwar zugegebenermaßen weder ein sonderliches kulinarische Highlight noch etwas, was man – wie Berliner oder Mutzemandeln – nur für eine bestimmte Zeit im Jahr bekommt, aber wer feiern will braucht auch essenstechnisch eine gute Grundlage. Und da eignet sich so ein schöner rheinischer Kartoffelsalat hervorragend.

Im Gegensatz zur süddeutschen Variante macht man den Kartoffelsalat im Kölner Raum nämlich klassischerweise mit Mayonnaise, sehr viel Mayonnaise. Ein Diätrezept ist er mit viel Kohlehydrathen und Fett also ganz bestimmt nicht – ich sehe schon die Clean Eating, Low Carb, Paleo – Verfechter die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber über so etwas macht man sich an Karneval nun wirklich keine Gedanken. Außerdem lässt sich so ein Salätschen gut mitnehmen und macht (ggf. mit ein paar Frikadellen dabei) jede Menge Leute für kleines Geld satt – ideales zum am Zoch Essen also.

Was das Rezept angeht hat wohl jede Familie – vermutlich sogar jeder Haushalt – sein eigenes. Klassisch sind hier Kartoffeln, Mayonnaise, Saure Gurken und Zwiebelchen. Alles weitere variiert teilweise recht stark: Mit gekochtem Ei, mit angebratenen Schinkenspeckwürfelchen und/oder Knoblauchwurst (so machen ihn meine Eltern), ja sogar mit eingelegtem Kürbis habe ich schon Varianten gegessen. Bei mir kommen neben etwas gekochtem Ei auch ein paar Tomaten mit an den Salat – ich finde das gibt eine schön frische Note.

Und allen Karnevalsmuffeln sei gesagt – man kann ihn natürlich auch ganz klassisch im Sommer zum Grillen essen. Geht auch, macht nur weniger Spaß :-)

Rheinischer Kartoffelsalat

Für eine große Schüssel (ca. 4-6 Personen):

Für den Salat:

  • 1kg festkochende Kartoffeln (möglichst gleich groß)
  • 1/2 Glas Saure Gurken (ca. 100g Abtropfgewicht)
  • 2-3 Zwiebelchen (je nach Größe)
  • 2 Hand voll Kirschtomaten (ggf. etwas mehr zum Ausgarnieren)
  • 2 Eier (ggf. etwas mehr zum Garnieren)

Für die Sauce:

  • 12 großzügige EL Mayonnaise (das kann ruhig eine ganz olle sein)
  • 1,5 TL Ketchup
  • 1,5 TL Senf
  • Ein paar Spritzer (5-6) Worcestershiresauce
  • 6-8 EL Gurkenwasser (die Flüssigkeit, in der die Sauren Gurken eingelegt sind)
  • Salz und Pfeffer
  1. Die Kartoffeln mitsamt der Schale gar aber noch bissfest kochen, sie sollen beim Schneiden ja nicht zerfallen. Falls sie unterschiedlich groß sein sollten ggf. kleinere Exemplare vorher rausnehmen.
  2. Eier hart kochen. Zwiebeln und Gurken sehr fein würfeln. Kirschtomaten vierteln.
  3. Zutaten für die Sauce verrühren und mit 2-3 EL Wasser verdünnen. Sehr kräftig abschmecken – die Kartoffeln ziehen ordentlich Salz.
  4. Kartoffeln kurz ausdampfen lassen, noch heiß pellen und in dünne Scheiben schneiden. Eier pellen und hacken. Kartoffeln und Ei mit den Zwiebelchen, Gurken, Tomaten und der Sauce vermischen. Mindestens eine Stunde, besser zwei durchziehen lassen. Danach noch mal abschmecken. Wer mag kann den Salat noch mit ein paar geviertelten gekochten Eiern und halbierten Kírschtomaten (oder normalen Tomatenachteln) ausgarnieren.

 

 

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