Wehret den Anfängen

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Es gibt kochtechische Dinge, die sind so schwer wie sie aussehen. Und es gibt Dinge, vor denen macht man sich völlig unnötig einen Kopf: Für mich gehörten da lange Zeit Knödel aller Art dazu, später Strudel. Zuletzt blieben (zumindest vorläufig) noch Gnocchi übrig: Ominöse und mir schon immer etwas suspekte schön lockere kleine Kartoffelknödelchen. Ist keine Pasta, wird aber in der italienischen Küche fast wie welche verwendet. Gab es früher bei mir zu Hause nie, und konnte ich folgerichtig auch nicht kochen (dachte ich zumindest). Konsequenterweise wurden Gnocchirezepte von mir bisher großzügig umgangen.

Gnocchi überbacken

Aber nachdem mir insbesondere Eva wiederholt leckere Gnocchi-Rezepte unter die Nase hält und ich dann kürzlich auch noch bei Dusko Fiedler auf ein Rezept gestoßen bin war Widerstand quasi zwecklos. Und ja, ich gebe offiziell zu, es ist wirklich ganz einfach und nicht mal ansatzweise so viel Aufwand wie von mir befürchtet. Das Gnocchi-Rollen ging nach leichten Startschwierigkeiten sogar recht gut. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, welches Grund-Gnocchi-Rezept das beste ist (denn die gibt es ja auch wie Sand am Meer). Ich habe mal mit Dusko Fiedler gestartet… Es wird wohl sicher nicht das letzte Gnocchi-Rezept gewesen sein :-)

Gnocchi mit Salbei

Für 2 Personen:

  • 500g Kartoffeln
  • 1 Eigelb
  • 40g Kartoffelmehl
  • 50g Hartweizengrieß
  • Salz, Pfeffer, Muskat
  • 1 Hand voll Salbei
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Hand voll würziger und gut schmelzender Käse (in meinem Fall Raclette)
  • Öl zum Anbraten
  1. Kartoffeln mitsamt der Schale im auf 150 Grad vorgeheizten Ofen ca. 50 Minuten backen. Dann im ausgeschalteten Ofen 15 Minuten erkalten lassen.
  2. Kartoffeln pellen, durch eine Presse drücken und mit Eigelb, Kartoffelmehl und Hartweizengrieß zu einem weichen Teig verkneten. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.
  3. Teig zu ca. 2cm breiten Teigrollen formen, davon kleine Stücke abschneiden, zu Kugeln formen und mit einer Gabel in die Gnocchi-typische Form rollen.
  4. Wasser in einem weiten Topf erhitzen. Die Gnocchi hereingeben. Wenn sie an die Wasseroberfläche gestiegen sind noch 4 Minuten leise köcheln lassen. Herausnehmen und gut abtropfen lassen (an dieser Stelle können sie mit etwas Öl in einem Gefrierbeutel vermischt auch hervorragend eingefroren werden).
  5. Öl in einer Pfanne erhitzen, Salbei grob zerteilen, Knoblauch in feine Scheiben schneiden.
  6. Gnocchi in der Pfanne vorsichtig anbraten, bis sie leicht bräunen. Salbei und Knoblauch zugeben. Das ganze in eine flache Auflaufform verlagern. Mit Käse bestreuen und im Ofen kurz gratinieren bis der Käse verlaufen ist.
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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Eva sagt:

    Na, das wurde aber auch mal Zeit. ;-)
    Das Rezept ist für den Anfang recht wenig mehlhaltig, umso besser, dass es so gut geklappt hat. Mein Favorit sind die Oliven-Gnocchi. So ein guter Teig ist mir wirklich selten untergekommen.
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Tring sagt:

      Das Formen hat recht gut funktioniert, aber ich werde dann mal mit den Oliven-Gnocchi weiter testen :-)
      Liebe Grüße, Tring

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