狮子头

Löwenköpfe (shizi tou) sind glaube ich eines der bekannteres chinesischen Gerichte. In China selber habe ich sie tatsächlich noch nie gegessen, was daran liegen mag, dass ich die meiste Zeit in Nordchina verbracht habe. Ursprünglich stammt das Gericht der Legende nach aus Yangzhou in der Provinz Jiangsu und ist ein Rezept aus der alten Kaiserküche.

Wie bei den meisten chinesischen Gerichten ist auch hier der Name nicht wörtlich zu nehmen sondern hat rein optische Gründe: Die zusammen mit Chinakohl in Brühe langsam geschmorten Hackbällchen sollen nämlich an einen Löwenkopf mit Mähne erinnern. Eine sonderliche Ähnlichkeit konnte ich bei meinem Essen nicht erkennen -vermutlich benötigt man dafür etwas mehr Geschick im Chinakohl-Drapieren… :-)

Das Rezept stammt aus Yan-Kit Sos „Chinesisch Kochen“ und wurde von mir lediglich in Bezug auf die Würzmengen etwas adaptiert, da mir der Hackfleischteig beim ersten Probieren zu laff war. Vielleicht habe ich aber auch nur eine nicht ganz so intensive Sojasauce… Bei der Menge der Wasserkastanien musste ich raten. Es sollen 8 ins Gericht – ich hatte nur Scheiben und habe keine Ahnung, wie große die Dinger eigentlich sind…

Das Gericht reicht für 2-4 Personen als Hauptmahlzeit, je nachdem ob es (neben dem obligatorischen Reis) noch ein anderes (Gemüse-)Gericht dazu gibt, was ich empfehlen würde. Denn vom Chinakohl bleibt aufgrund der langen Garzeit leider nicht sehr viel übrig. Von daher ist es schon recht fleischlastig und durch das Schmoren ohnehin recht intensiv :-)

Löwenköpfe

Für 2-4 Personen:

  • 1 großer Chinakohl
  • 500g gemischtes Hack
  • 1 kleine Dose (140g Abtropfgewicht) Wasserkastanien
  • 1 gestr. TL Salz (im Original 1/2)
  • 3-5 EL Sojasauce (je nach Salzgehalt der Sauce, am besten probieren)
  • 1 TL brauner Zucker
  • 1 EL Reiswein (oder trockener Sherry)
  • 1 EL Speisestärke + 2 TL zum Abbinden der Sauce
  • 300ml Brühe
  • Öl zum Anbraten
  1. Die Wasserkastanien abtropfen lassen und fein hacken. Mit dem Hack, Salz, Zucker, Sojasauce und Reiswein vermischen. Würzig abschmecken ung gut durchkneten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. 1 EL Speisestärke unterkneten.
  2. Öl in einem Wok oder Topf stark erhitzen, Die Hackfleischmasse in vier Portionen teilen, zu leicht abgeflachten Klößen formen und im heißen Öl von jeder Seite kurz scharf anbraten. Herausnehmen.
  3. Chinakohl quer in 5 cm breite Streifen schneiden. Erst die härteren Strünke ca. 1 Minute im heißen Öl durchschwenken, dann weitere 30 Sekunden den restlichen Kohl zugeben. Herausnehmen. Öl aus dem Topf schütten und beiseite stellen (wird noch benötigt).
  4. In einem ausreichend großen Topf den Boden mit der Hälfte des Chinakohls bedecken. Darauf die Hackbällchen verteilen, mit dem restlichen Chinakohl bedecken. Zunächst 3 EL von dem Öl, dann die Brühe angießen und auf sehr kleiner Hitze gute 2 Stunden ziehen lassen.
  5. Hackbällchen und Chinakohl aus dem Sud nehmen und warm halten. Sud einmal aufkochen und mit in sehr wenig Wasser angerührter Speisestärke abbinden. Mit Fleischbällchen und Chinakohl servieren.

Dazu: Reis und evtl. ein weiteres Gemüsegericht.

 

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