Tofu koreanisch

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Wer die koreanische Küche ein wenig kennt, der weiß, dass das auf jeden Fall schon mal heißt, dass der Tofu ein paar ordentliche Chili-Umdrehungen bekommt. Dafür wird das Grundprodukt erst schön langsam goldbraun angebraten und bekommt dann durch eine Würzsauce ordentlich Geschmack. Garaniert alles, aber nicht langweilig :-)

Wie scharf das ganze letztlich wird hängt neben der Menge der hier verwendeten Chiliflocken auch von deren Art ab. Ich hatte diesmal eine thailändische Sorte, die – soweit ich das völlig unprofessionell mit einer Stichprobe und aus dem Gedächtnis beurteilen kann – doch etwas mehr Wumms hatten als bspw. das türkische Pul Biber. Im Zweifelsfall tastet euch erst mal mit was weniger ran und justiert hinterher noch mit ein paar Chiliflocken oder etwas Chiliöl nach. Im Vergleich zum Originalrezept habe ich hier die Würzmengen (bspw. was die Sojasauce angeht) etwas hochgesetzt. Wer es nicht ganz so intensiv mag, kann sich natürlich aber auch einfach hier am Ursprungsrezept orientieren.

Was den Tofu angeht greift ihr am besten auf relativ festen Tofu aus dem Asialaden zurück (es gibt verschiedene Sorten, im Zweifelsfall fragt nach einem zum Braten geeigneten). Ich weiß, ich wiederhole mich, aber der deutsche normale Supermarkttofu schmeckt meiner Erfahrung nach völlig anders und irgendwie säuerlich und ist folglich nicht sehr zu empfehlen. Ich wiederhole das deshalb so gebetsmühlenartig, weil ich festgestellt habe, dass viele Leute, die sagen sie mögen keinen Tofu, bislang nur den deutschen Supermarkttofu probiert haben – in dem Fall kann ich es ihnen nicht verdenken. Den mag ich auch nicht :-)

Tofu koreanisch

Für 2 Personen als kleine Mahlzeit:

  • 400g relativ fester Tofu
  • 5 EL Sojasauce
  • 2 EL geröstetes Sesamöl
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 gestrichener TL Chiliflocken (ich hatte eine sehr scharfe thailändische Sorte, original wären koreanische Gochugaru)
  • 1,5 TL Sesamsaat
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 TL Zucker (gehäuft)
  • Neutrales Öl zum Anbraten
  1. Tofu in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, dann nach Belieben in etwas kleinere Stücke zerteilen. Flüssigkeit gut abtupfen. Öl in einer (am besten beschichteten) Pfanne erhitzen und den Tofu darin langsam von allen Seiten goldbraun anbraten.
  2. Sojasauce mit der gleichen Menge Wasser, gehacktem Knoblauch, Chiliflocken, Sesamöl, Zucker, Sesamsaat und klein geschnittenen Frühlingszwiebeln vermischen.
  3. Sobald der Tofu schön goldgelb ist, die Sauce darüber und darum verteilen. Auf mittlerer Hitze ein paar Minuten einköcheln lassen, bis die Sauce fast volständig verkocht ist. Dabei 1-2x wenden.

Dazu: Reis und evtl. ein etwas milderes Gericht als Ausgleich

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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

    Das ist 100 % was für mich. Mega Lecker. LG Jacob

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    1. Tring sagt:

      Ha, dachte ich mir doch :-)

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      1. ichkoche- Jacktels Rohkost sagt:

        :) :)

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  2. Das hört sich wirklich mega lecker an!

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  3. Wili sagt:

    Den Supermarkttofu und selbst den aus dem Bioladen finde ich auch befremdlich, habe mich aber mittlerweile mit diesen mediterran gewürzten Tofublöcken anfreunden können, so als convenience food zwischendurch.
    Dein Tofu sieht supermega lecker aus. Ich mag das bestimmt!!!!

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    1. Tring sagt:

      Danke dir!
      Ich bin bis jetzt immer bei Naturtofu geblieben. Den aus dem Bioladen habe ich noch nicht ausprobiert – allerdings Bio Tofu aus dem Supermarkt und der war genauso scheußlich :-)

      Gefällt 1 Person

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