Burrata mit gebratenen Trauben

Hätte ich dieses Rezept mit Tomaten statt Trauben gesehen, ich hätte es schon fast als langweilig aussortiert. Aber Ottolenghi wäre nicht Ottolenghi, wenn er nicht doch immer mal wieder was anders machen würde, als man es so gewohnt ist. Also keine Tomaten, sondern rote Trauben.

Die wandern nach einem kurzen Bad in Olivenöl, gutem Sherryessig, Fenchelsaat, ein klitzekleinwenig Knoblauch, Salz, Pfeffer, Zucker und ein wenig Chili (eine Ergänzung meinerseits) kurz in die sehr heiße Pfanne. Dazu Burrata und ein paar frische Kräuter.

Man mag es kaum glauben, aber die Kombination schmeckt tatsächlich hervorragend. Die Fenchelsaat kenne ich bereits aus älteren Ottolenghi-Rezepten in Kombination mit Tomate und Mozzarella, insofern habe ich mich darüber nicht mehr groß gewundert. Aber ich musste mich schon ein wenig überwinden, den Knoblauch an die Trauben zu geben. Völlig zu Unrecht, denn in Summe passt wirklich alles sehr gut zusammen: Süße und durch den Essig leicht säuerliche Trauben, Fenchel, Knoblauch und Chili geben ein wenig Würze. Der Burrata ist ein schön cremiger Gegenpart und die Kräuter geben etwas Frische. Ich hätte auch gut die doppelte Menge davon vertragen können.

burrata-mit-trauben

Für 1-2 Personen als (bei zweien sehr kleine) Vorspeise:

  • 1 Kugel Burrata
  • 250g rote Trauben (kernlos, noch mit Stielen gewogen)
  • 2 Prisen Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 gestrichener TL Fenchelsaat
  • 1/2 kleine Knoblauchzehe
  • 1 sehr kleine Prise Chiliflocken
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 1/2 EL Olivenöl
  • 1 EL guter Sherryessig
  • 1 Hand voll frischer Kräuter (ich habe Petersilie genommen, original wäre Basilikum)
  1. Eine Pfanne sehr heiß erhitzen.
  2. Die Trauben waschen und von den Stielen in eine Schüssel zupfen. Essig, Öl, Zucker, Salz, Pfeffer, Fechel und Chili zugeben. Den Knoblauch sehr fein hacken und ebenfalls zugeben. Alles gut vermischen.
  3. Trauben ohne die Marinade in die heiße Pfanne geben und kurz anbraten bis sie erste braune Stellen zeigen. Kräuter hacken und 3/4 davon untermischen.
  4. Herausnehmen und auf einer Platte oder in einer entsprechend großen Schüssel verteilen. Den Burrata leicht zerpflücken und darauf geben. Mit der Marinade beträufeln und den restlichen Kräutern bestreuen.
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8 Kommentare zu “Burrata mit gebratenen Trauben

    • Bei Ottolenghi hat man wirklich oft das Gefühl beim Rezeptlesen, dass das eigentlich nicht schmecken kann und dann schmeckt es doch (fast) immer sehr gut. Insofern hat der Mann bei mir inzwischen einen riesen Vertrauensvorschuss, was Rezepte angeht.
      So langsam fange ich an mir in Berlin nicht mehr wie ein Tourist vorzukommen :-) Es ist halt alles noch mal einen Ticken größer und auch irgendwie bekloppter. Muss man mögen, aber ich finds eigentlich super. Einzig meine Weinberge samt Rhein- und Moselsteig fehlen mir ein bisschen samt der dazugehörigen relaxten Atmosphäre. Hier ist alles ein bisschen hektischer, aber dafür ist halt auch immer irgendwo was los :-) Liebe Grüße nach Frankfurt!

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      • Du ich verstehe Dich, ich hatte mal in München eine Kollegin, die eigentlich aus Baden kam, aber viele Jahre in Berlin gearbeitet hat, Sie war der Meinung Münchner sind freundlich, was man eigentlich nicht so behaupten kann, aber Berliner sind einfach noch frecher! Ich bin ja am Wochenende Wahl-Hunsrückerin mit direktem Anschluss an die Mosel und die Leute, die Wein trinken, sind in meinen Augen wesentlich entspannter als Bier-Trinker!

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    • Ja, in letzter Zeit habe ich gar nicht mehr soooo viel von ihm gekocht wie zu Anfang (zu mindest von den Sachen die auf dem Blog gelandet sind), aber ich mag einfach seine Art zu kochen und verschiedene Sachen zu kombinieren. Der Lachs klingt auch sehr gut. Der ist mir bisher in dem Kochbuch noch gar nicht so aufgefallen – was aber auch daran liegen mag, dass ich verhältnismäßig wenig Fisch esse :-) Liebe Grüße, Tring

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