Wohlige Linsen-Wärme im Bauch

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Linsen sind super: Klein, günstig und ewig haltbar kann man sie immer auf Vorrat haben. Außerdem sind sie unglaublich vielseitig einsetzbar. Ob als klassische Suppe, Salat oder Gemüse, Linsen gehen eigentlich immer.

In den letzten Jahren habe ich immer mehr die roten Linsen für mich entdeckt, einfach weil sie so wunderbar praktisch sind und nicht stundenlanges Einweichen erfordern. Leider wurden sie in der Vergangenheit oft ein wenig matschig, weil ich sie ein Tickchen zu lange gekocht hatte. Diesmal habe ich mir einen Rat von Eva zu Herzen genommen, sie vor dem Kochen kurz eingeweicht und dann die Kochzeit reduziert. Das hat wunderbar funktioniert und man hat innerhalb von einer Viertelstunde weiche, aber noch bissfeste Linsen.

Verarbeitet habe ich sie zu einem indisch angehauchten Daal mit Auberginen, Kräutern und Joghurtsauce nach Maria Elia („meine neue vegetarische Küche“). Das ist einfach eine super Kombination: Erdige und leicht indisch-warm-würzig, schlotzige Linsen, dazu süß-säuerliche weiche Auberginen, frische Kräuter, ein wenig knackiger Salat und ein leicht säuerlicher Joghurtdip. Das nenne ich ein klassiches Wohlfühlessen.

Das Grundrezept habe ich leicht verändert, u.a. die Kreuzkümmelmenge in den Linsen deutlich reduziert, damit es nicht so nach einem Gewürz durchschmeckt, die Schärfe ein wenig abgemildert und den Auberginen in Anlehnung an dieses Rezept von Hugh Fearnley-Whittingstall noch ein wenig Honig für eine leichte Süße verpasst.

Eigentlich ist es trotz der Aubergine für mich eher ein Herbstessen, weil die Linsen so schön wärmen, aber bei dem Wetter momentan passt das ganz hervorragend. Die Reste habe ich ein paar Tage später mit ins Büro genommen, was sehr gut funktioniert hat – Linsen sind ja ohnehin ein Gericht, was sich super zum Aufwärmen eignet – noch ein Grund, noch mehr mit ihnen zu kochen :-)

Für 4 Personen:

Für das Daal:

  • 350g rote Linsen
  • 2 TL Senfkörner
  • 1 Zwiebel
  • 4cm Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 TL Currypulver
  • 4 TL gemahlener Kreuzkümmel
  • 1 TL Curcuma
  • 1 Prise Cayennepfeffer
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Zimtstange
  • Ca 400ml Brühe
  • 2 TL süße Chilisauce nach Belieben
  • Je ein Bund Koriander und Minze
  • Salz
  • Öl zum Anbraten

Für die Auberginen:

  • 2 Auberginen
  • Saft von 2 Zitronen
  • Die doppelte Menge Olivenöl
  • eine Prise Salz
  • Honig

Für die Raita:

  • Gute 4 EL griechischer Joghurt (10% Fett)
  • Etwa 5 cm Gurke
  • 1 grüner Apfel
  • 1 kleine Zwiebel
  • Saft von einer Limette
  • 1 Prise Kreuzkümmel und Garam Masala
  • Salz

Außerdem:

  • ein wenig knackiger Salat (in meinem Fall Chinakohl)
  • Fladenbrot nach Belieben
  1.  Für das Daal die Linsen waschen, mit kaltem Wasser bedecken und 10 Minuten einweichen. Zwiebel, Ingwer und Knoblauch fein hacken.
  2. Öl erhitzen, Senfkörner darin kurz anrösten. Zwiebel, Knoblauch und Ingwer zugeben und auf kleinerer Hitze mit anschwitzen, Gewürze und Tomatenmark zugeben und kurz mit anrösten. Linsen abtropfen lassen und zugeben. Gut durchmischen und dann mit Brühe ablöschen. Zimtstange zugeben und alles 5 Minuten kochen lassen.
  3. Mit wenig Chilisauce und Salz abschmecken, leicht abkühlen lassen. 3/4 der Kräuter fein hacken und untermischen.
  4. Die Auberginen in 5mm dicke Scheiben schneiden. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Zitronensaft, Olivenöl und eine Prise Salz vermischen, die Oliven von beiden Seiten damit einpinseln. Im heißen Ofen ca. 10 Minuten backen, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und in eine Schüssel schichten, mit Salz besträuen und ein wenig Honig und etwas von der Marinade beträufeln. Kurz durchziehen lassen.
  5. Für die Raita den Joghurt mit fein gehackter Gurke, Zwiebel und geriebenem Apfel vermischen. Mit Gewürzen und Limettensaft abschmecken.
  6. Den klein gezupften Salat mit den restlichen Kräutern und einem rest von Zitronen-Dressing vermischen. Daal mit Auberginen, Salat und einem Klecks Raita anrichten.
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