Eine runde Sache

am

Vor ein paar Wochen saß ich abends in Lillehammer in einer Kneipe, die Speisekarte vor mir, darauf das übliche Essen solcher Locations: Burger in diversen Variationen, Würstchen, Fish & Chips und – Rote Bete mit gebackenem Ziegenkäse, Salat und Haselnussdressing. Das klang sehr verlockend und schmeckte noch viel besser. Folglich musste ich es – mit ein paar Abweichungen – nachkochen :-)

Neben der Roten Bete ist bei mir noch etwas Kürbis mit auf dem Teller gelandet. Denn erstens passt der Kontrast von süßem weichem Kürbis zu leicht erdiger roter Bete (nicht nur optisch) sehr gut und zweitens wird man – wie ich leider an besagtem Abend feststellen musste – von roter Bete alleine nicht sonderlich satt. Eine weitere Abweichung ist dagegen meinem Vorratsschrank geschuldet – keine Haselnüsse weit und breit – dafür Pinienkerne. Sozusagen als Ausgleich durften sie bei mir noch ein kleines Karamellbad nehmen.

Das ganze ist nun zugegebenermaßen nicht das am schnellsten zubereitete Essen – vieles ist aber lediglich der Backzeit geschuldet. Gerade die Rote Bete kann man auch wunderbar in größeren Mengen in den Backofen packen und hinterher einfrieren und Kürbis und Ziegenkäse ließen sich alternativ auch in der Pfanne zubereiten.

Für 2 Personen als Vorspeise oder kleine Mahlzeit:

  • 2 Rote Bete
  • 1/2 Hokkaido-Kürbis
  • Ein paar Radieschen
  • 2 Scheiben Ziegenkäserolle
  • 1 kleiner Kopf Romanasalat
  • 1 EL (brauner) Zucker
  • 1 EL Pinienkerne (oder andere Nüsse nach Belieben)
  • Saft von 1 Orange
  • 3 EL Walnussöl
  • 1 EL Balsamessig (in meinem Fall ein Obstessig)
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Knoblauchzehen
  • Olivenöl
  1. Die rote Bete in Alufolie gewickelt bei 180 Grad im Backofen garen. Das dauert je nach Größe etwa eine Dreiviertelstunde.
  2. Den Kürbis entkernen, in etwa 2cm breite Stücke schneiden. In einer Schüssel mit angedrücktem Knoblauch, Olivenöl, Salz und Pfeffer mischen. Auf einem Backblech verteilen und ebenfalls bei 180 Grad gute 30 Minuten backen.
  3. Die letzen 10 Minuten die Ziegenkäsescheiben mit in den Ofen geben. Er sollte leicht warm und weich geworden sein, aber noch nicht völlig zerlaufen.
  4. Zucker in einer Pfanne ohne Fett langsam zu Karamell verkochen. Nüsse zugeben, gut durchmengen. Nüsse auf ein Stück Backpapier oder Alufolie geben und (sobald sie leicht abgekühlt sind) vereinzeln.
  5. Restlichen Karamell mit Orangensaft ablöschen und loskochen. Mit Walnussöl, Essig, Salz und Pfeffer zu einem Dressing verrühren.
  6. Die Rote Bete auswickeln, die Schale abziehen und die Bete in Scheiben schneiden. Salzen und pfeffern und mit ein wenig Dressing mischen. Zusammen mit dem Kürbis und in feine Scheiben geschnittenen Radieschen auf Tellern verteilen.
  7. Salat halbieren und in einer Pfanne kurz von allen Seiten in Olivenöl anbraten. Salzen und pfeffern und mit einem Esslöffel vom Dressing ablöschen. Vom Herd nehmen.
  8. Warmen Käse vorsichtig auf dem Gemüse verteilen. Salat mit ggf. noch ein wenig vom Dressing darauf geben. Nüsse darüber verteilen.
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6 Kommentare Gib deinen ab

  1. Das sieht wirklich grandios aus und ich liebe solche Rezepte! Sogar ich hätte wahrscheinlich einfach einen Elchburger bestellt, aber Frauen sind zum Glück viel experimentierfreudiger :-)

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    1. Tring sagt:

      Naja, gelegentlich – die Elchpizza gabs vorher schon mal :-)

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      1. Elch ist wirklich lecker :-)

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      2. Tring sagt:

        Überraschenderweise ja! Und die Pizza war wirklich nicht schlecht – mit saurer Sahne und Preiselbeer-Aioli :-)

        Gefällt 1 Person

  2. Susanne sagt:

    Echt? Ich hatte mal Elchschinken, der war eher so…..naja, eher nicht. Sagen wir mal, er hat starkk geelcht :-).

    Gefällt 3 Personen

    1. Tring sagt:

      Mmh, also auf der Pizza und in der Suppe war er lecker. Das war allerdings auch kein Schinken sondern „normales“ Fleisch. Schmeckte aber tatsächlich recht stark nach Wild, mich hat es etwas an Hirsch erinnert ;-)

      Gefällt 1 Person

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