Wie Appeltaat

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Jeder Kölner weiß, wenn etwas „schmeck wie Appeltaat“ dann ist das lecker – also richtig lecker. Und natürlich schmeckt schon per definitionem Apfel-Tarte wie Appeltaat, besonders wenn sie nach einem Rezept von William Curley gemacht ist: Sehr mürber Tarteboden + karamellisierte Äpfel + Vanilleguss kann halt einfach nicht schlecht schmecken.

Ich habe dieses Rezept für „Tarte Alsacienne“ von den Mengen her ein wenig auf meine Tarteform von 20x25cm angepasst und ansonsten mal ausnahmsweise nicht ein Fitzelchen abgewandelt – ich weiß, ich kann es selbst kaum glauben. Allerdings bin ich was das angeht generell bei Backrezepten etwas vorsichtiger – denn da kann so eine kleine Abwandlung auch mal schnell danebengehen :-)

Das nächste Mal würde ich ein klein wenig weniger Mürbteig machen (ich hatte etwas übrig) oder gleich was mehr und den Rest entsprechend einfrieren. Auch ist der Teig bei mir nach dem Blindbacken etwas geschrumpft – ich hatte ihn wohl nicht gut genug gekühlt vorher. Dafür macht er durch die relativ hohe Menge Butter im Teig aber zumindest seinem deutschen Namen („Mürbteig“) alle Ehre.

Für eine Tarteform von 20x25cm:

Für den Mürbteig (Pate brisée):

  • 250g Mehl
  • 5g Salz
  • 10g Zucker
  • 150g kalte Butter
  • 20g Eigelb
  • Hülsenfrüchte und Backpapier zum Blindbacken

Für die Karamelläpfel:

  • 3-4 Äpfel
  • 100g Zucker
  • 30g Butter
  • 15ml Calvados

Für den Guss:

  • 100g Eier
  • 60g Zucker (evtl. etwas weniger das nächste Mal)
  • Mark von einer Vanilleschote
  • 120g Sahne
  • 120 ml Milch
  1. Für den Mürbteig Mehl, Salz und Zucker in einer Schüssel vermischen. Die sehr kalte Butter in Würfeln in die Mitte geben und mit der Mehlmischung möglichst gut verreiben. Dann Eier und 40ml kaltes Wasser zugeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den leicht klebrigen Teig mindestens eine, besser zwei Stunden im Kühlschrank kalt stellen.
  2. Den Teig mit wenig Mehl dünn ausrollen und die gefettete Tarteform damit auslegen. Noch einmal mindestens eine halbe Stunde, besser länger kalt stellen.
  3. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Böden mit Backpapier belegen und mit getrockneten Hülsenfrüchten auffüllen. Im Ofen 12-15 Minuten blind backen, dann die Hülsenfrüchte samt Backpapier entfernen und noch einmal 10 Minuten hellbraun abbacken.
  4. Für die Karamelläpfel die Äpfel schälen, entkernen und in Spalten schneiden. Zucker trocken zu Karamell kochen. Wenn er bernsteinfarben ist, zunächst die Butter unterrühren und dann die Äpfel zugeben. Sobald sie anfangen Wasser zu ziehen, den Calvados unterrühren und alles auf kleiner Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Äpfel ein wenig abtropfen lassen und gleichmäßig auf dem Tarteboden verteilen.
  5. Für den Guss Eier und Zucker schaumig schlagen. Vanillemark und Schote, Sahne und Milch zufügen und alles unter ständigem Rühren einmal aufkochen lassen. Durch ein Sieb vorsichtig bis knapp an den Rand über die Tarte gießen.
  6. Im heißen Ofen bei 200 Grad Umluft 15-20 Minuten backen (laut Rezept 12-15, aber das hat bei mir nicht gereicht). Der Guss sollte dann goldbraun und gestockt sein. Im Zweifelsfall ein wenig an der Tarte rütteln um zu sehen wie flüssig der Guss noch ist.

 

 

 

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