So schwer kann das doch nicht sein….

am

…mit dem Apfelstrudel! Bzw. besser gesagt mit dem Strudeln überhaupt. Ich liebe das Zeug ja. Besonders die süßen Varianten mit Äpfeln oder Quark haben mir schon manchen Urlaub versüßt. Aber selber drangetraut habe ich mich nie. Dieses Teig-Ausziehen war mir immer irgendwie suspekt. Und da ich meine motorischen Fähigkeiten (bzw. das quasi Nichtvorhandensein ebendieser) leider hinlänglich kenne, habe ich sozusagen immer prophylaktisch von einem Testbacken abgesehen.

Aber dann kam Eva vor kurzem mit diesem Linsenstrudel um die Ecke. Und hat mir auch noch relativ glaubhaft versichert, dass das Strudeln kinderleicht sei… Also habe ich es tatsächlich gewagt und einen Apfelstrudel-Testlauf gestartet. Und er ist sogar was geworden ;-) Allerdings erst im zweiten Anlauf.

Den Teig hatte ich mir bei Eva abgeschaut, die Menge allerdings um die Hälfte reduziert, was für meine Zwecke (ein relativ schmaler etwa 30cm langer Strudel) völlig ausreichend war. Das Anmischen und Verkneten hat auch wunderbar funktioniert – der Teig war grandios elastisch und absolut nicht klebrig. Also alles in bester Ordnung. Dann kam das gefürchtete Teig-Ausziehen…

Auch das hat hervorragend funktioniert – zu hervorragend für mich wie sich herausgestellt hat. Denn ich war so begeistert, dass ich wohl ein bisschen zu viel gezogen habe… Das Resultat war ein Loch von der gefühlten Größe eines Elefanten (ihr versteht was ich meine). Kaschieren oder irgendwie wieder zusammenkleben unmöglich – also blieb mir nur übrig den Teig wieder zu verkneten und nochmal auszuziehen. Vermutlich hätte ich ihn zwischendurch nochmal was ruhen lassen sollen – das zweite Mal ging es nämlich deutlich mühsamer als zuvor. Allerdings war ich diesmal erfolgreich. Geht doch!

Für die Füllung habe ich eine Mischung aus Äpfeln, Mandeln und Marzipan verwendet – was super funktioniert hat und für meinen Geschmack auch nicht zu süß war. Theoretisch hätte ich natürlich noch Rosinen mit hineingeben können. Aber da ich kein großer Rosinenfreund bin habe ich das großzügig weggelassen. Insgesamt hat sich das Strudeln tatsächlich als deutlich einfacher als gedacht herausgestellt – und das nächste Mal bin ich dann einfach geduldiger…!

Für den Teig:

  • 100g Mehl
  • 50g lauwarmes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 20g neutrales Öl + ein wenig mehr zum Einpinseln

Für die Füllung:

  • 2 große Äpfel
  • 40g Marzipan
  • 40g Mandelblättchen
  • 2 EL Rum
  • 1 EL Vanillezucker
  • 1 Prise Zimt

Außerdem:

  • 40g Butter
  • 2 EL Semmelbrösel
  • Puderzucker zum Bestäuben
  1. Mehl, Wasser, Salz und Öl zu einem glatten und elastischen Teig verkneten. Mit wenig Öl einpinseln und abgedeckt bei Zimmertemperatur eine gute Stunde gehen lassen.
  2. Äpfel schälen, entkernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Mit dem klein geraspelten Marzipan und den restlichen Zutaten für die Füllung mischen und kurz durchziehen lassen.
  3. Den Backofen auf 180 Umluft vorheizen. Den Teig auf bemehlter Arbeitsfläche dünn ausrollen, auf eine bemehltes Geschirrtuch legen. Dann mit den Handrücken vorsichtig so dünn ausziehen, dass man durchsehen kann. Die dickeren Ränder abschneiden.
  4. Butter zerlassen. Den Teig damit besprenkeln und zu 2/3 mit Semmelbröseln bestreuen, dabei das hintere Längsdrittel und die Ränder frei lassen. Die Füllung darauf verteilen, die Ränder vorsichtig einschlagen und dann von der Längsseite her mit Hilfe des Handtuchs aufrollen.
  5. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech rollen lassen und mit zerlassener Butter einpinseln. Im heißen Ofen gute 30 Minuten backen, nach 15 Minuten nachmals mit Butter einpinseln. Mit Puderzucker bestreuen und lauwarm servieren.
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9 Kommentare Gib deinen ab

  1. Cheriechen sagt:

    oh, der sieht hervorragend aus, so blond mit Marzipan, klasse!
    Mach noch einen Löffel Essig in den Teig, wirst sehen, der wirkt Wunder!
    Liebe Grüße
    Cheriechen

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    1. Tring sagt:

      Danke für den Tipp! Das werde ich das nächste Mal mal austesten ,-)
      Liebe Grüße, Tring

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  2. evazins sagt:

    Und, habe ich zuviel versprochen? :-) Dein Apfelstudel sieht vortrefflich aus! Davon hätte ich jetzt gern ein Stück, denn bis wir die nächste Torte anschneiden, ist es noch sooo lange hin. ;-)
    Liebe Grüße,
    Eva

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    1. Tring sagt:

      Da muss ich dich enttäuschen, der ist schon weg ;-) Aber auf jeden Fall danke fürs Gut zureden zum Ausprobieren!
      Liebe Grüße, Tring

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  3. Monika sagt:

    Einmal ist immer das erste Mal ;-) Ich finde, deine Premiere mit einem gestrudelten Apfel ist wirklich super gelungen. Klasse!

    Alles Liebe, Monika

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  4. Emma sagt:

    Gratulation ;) Der Strudel siehr super aus… Ich liebe fast alle Kuchen mit Apfel und bekomme jetzt richtig Appetit auf Apfelstrudel mit warmer Vanillesauce.
    Liebe Grüße
    Emma

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    1. Tring sagt:

      Danke ;-) Vanillesauce dazu wäre natürlich noch besser gewesen – ich hatte aber leider keine Vanilleschote mehr im Haus. Ich muss mir mal dringend Nachschub bestellen…
      Liebe Grüße, Tring

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  5. marco sagt:

    Ich habe noch nie selber gestrudelt! Dabei stehen in meines Grossvaters Garten fünf wunderprächtige Apfelbäume, die unlängst nach einem Strudel schreien! Und mit Marzipan kriegt man mich sowieso immer ;)

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    1. Tring sagt:

      Siehst du – ich hab mir nämlich auch gedacht, falls der Teig nichts werden sollte, kann ich immer noch die Füllung so essen ;-)

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