Süße kleine Möhrenküchlein

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Eigentlich wollte ich ja einen Erdbeerboden backen… Aber die erste Hälfte der leckeren Erdbeeren ist irgendwie direkt nach dem Einkaufen in meinem Magen verschwunden. Und die andere Hälfte, die ich heorisch aufbewahrt hatte – hat dann leider nach zwei Tagen teilweise angefangen grüne Füße zu kriegen und musste dementsprechend entsorgt werden. Also kein Erdbeerkuchen – aber Kuchen musste halt  trotzdem irgendwie her.

Fündig geworden bin ich in Wiliam Curley’s Patisserie Buch, das ich bisher for allem für Brandteige – sprich Eclairs und Windbeutel – genutzt habe. Neben diversen extrem gut aussehenden (aber leider eben auch etwas aufwendigeren) Torten und Törtchen finden sich im hinteren Teil des Buches auch ein paar Teeküchlein – u.a. ein paar süße kleine Möhrenküchlein, die es mir sofort angetan hatten. Die Zutaten waren alle im Haus, die Zubereitungszeit sehr überschaubar. Also ran an den Backofen!

Bei Backrezepten versuche im mich generell immer weitestgehend ans Rezept zu halten, weil Abweichungen hier ziemlich schief gehen können. Der einzige Bereich, bei dem ich mich gerne mal nicht an diese selbst aufgestellte Regel halte, ist die Zuckermenge, die  ich hier ein klein wenig reduziert habe. Für sehr kleine Küchlein fand ich sie so in Ordnung – will man mit etwas größeren Formen backen, sollte man sie evtl. doch noch etwas reduzieren und für einen ganzen Möhrenkuchen wäre sie mir definitiv zu hoch.

So aber hat alles sehr gut gepasst – heraus kommen schnell gebackene süße kleine Küchlein, die sehr saftig sind ohne dabei zu kletschen. Sie lassen sich in einer gut schließenden Plätzchendose problemlos etwas aufbewahren. Lediglich die leichte Karamellkruste, die bei mir direkt nach dem Backen durch Zucker und Butter entstanden ist, weicht dann im Laufe der Zeit natürlich etwas auf, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tut.

Curley gibt das Rezept für 24 Küchlein, gebacken in Halbkugel-Formen von 5cm Durchmesser, an. Ich hatte die entsprechende Backform nicht und bin daher auf 11 zylindrige Küchlein mit 5cm Durchmesser und 3 größere Halbkugelformen mit 8cm Durchmesser ausgewichen. Wenn man so kleine Formen nicht zu Hause hat und sie nicht anschaffen will, könnte man auch z.B. eine Muffinform nehmen.

Für die Küchlein:

  • 2 große dicke Möhren (150g)
  • 2 Eier
  • 1 Prise Zimt (bei mir war es eine ordentliche Prise, aber ich mag Zimt auch außerhalb der Weihnachtszeit)
  • 75g gehackte Edelbitterschokolade (ich habe Schokotröpfchen genommen)
  • 25g gemahlene Mandeln
  • 150g Mehl (normales 405er)
  • 125g brauner Zucker (im Originalrezept 150g Zucker)
  • 150g geschmolzene Butter
  • 12g Backpulver
  1. Mehl, Backpulver, Mandeln, Zimt  und Zucker zwei Mal durch ein feines Sieb in eine Schüssel sieben.
  2. Möhren schälen, fein raspeln und mit den Eiern in einer anderen Schüssel verrühren. Die Butter zerlassen.
  3. Die Mehlmischung unter die Möhren heben. Dann nach und nach erst die Schokolade und dann die flüssige Butter unterziehen.
  4. Die Mischung in einen gut schließbaren Behälter geben und 1 Stunde im Kühlschrank kalt stellen.
  5. Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.
  6. Mulden einer Silikonbackmatte (s.o.) zu 3/4 mit der Masse füllen, leicht glattstreichen und im Ofen je nach Größe der Formen zwischen 15 (5cm Zylinder) und 20 Minuten (8cm Halbkugel) backen, bis die Küchlein goldbraun und durch sind (evtl. mit einem Holzspieß testen, ob Teig kleben bleibt).
  7. Abkühlen lassen und erst dann aus der Form lösen. In gut schließbaren Keksdosen aufbewahren.
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