Kimchi-Suppe

Für diese Suppe hat wohl jede koreanische Familie ihr ur-eigenes Rezept. Meins habe ich mir bei meiner früheren Mitbewohnerin abgeschaut und (zugegebenermaßen) mittlerweile in Sachen Schärfegrade etwas nach unten korrigiert, seit ich nicht mehr in China bin und nicht mehr ganz so häufig richtig scharf esse. Die Suppe war das erste typisch koreanische Essen, das mir kredenzt wurde. Damals hätte ich nach dem Verzehr des ersten Löffels, obwohl extra für mich mit stark nach unten korrigierter Schärfe gekocht, vermutlich gut Feuer speien können. Trotzdem war es sehr lecker und so habe ich ein knappes halbes Jahr später die Suppe in Originalschärfe in Korea fröhlich zum Frühstück verspeist… alles eine Trainingsfrage ;-)

Ich kenn die Suppe mit und ohne Tofu (ohne ist es eher eine Vorspeise) und mit und ohne Reis als Beilage. Wer mag, kann zusätzlich am Anfang etwas Speck auslassen und mitköcheln, dann wird die Suppe noch etwas würziger. Am besten ist sie natürlich mit selbstgemachtem Kimchi. Da mir das wahre Kimchi-Arsenal der Mutter meiner koreanischen Freundin nicht mehr zur Verfügung steht, muss ich aber derweil auf Industrieware ausweichen, was zur Not auch geht… immer noch besser als gar kein Kimchi ;-) Ansonsten kann man die Schärfegrade fröhlich über die Verwendung von etwas mehr oder weniger Gochujang anpassen, das ist dann wirklich reine Geschmackssache. Wer aber mit koreanischem Essen noch keine Erfahrung hat und nicht wirklich gut scharf essen kann, sollte sich da eher vorsichtig rantasten;-)

Für 2 Personen:

  • 1 große Zwiebel
  • 200g Tofu
  • 1 kleine Dose Kimchi (etwa 1 Hand voll)
  • 350 ml Wasser
  • Salz
  • 1 TL Gochujang (koreanische Chilipaste)
  • 1 TL Sojasauce
  • Öl zum Anschwitzen
  • 1 TL Sesamöl
  1. Die Zwiebel schälen, in Spalten schneiden und in etwas Öl anschwitzen. Kimchi in mundgerechte Stücke schneiden und mit dem Saft zugeben.
  2. Den Tofu in etwa 1/2 cm große Würfel schneiden und ebenfalls zugeben. Wasser angießen und salzen.
  3. Zum kochen bringen. Sojasauce und Gochujang vorsichtig einrühren. Alles auf kleiner bis mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis der Tofu weich ist.
  4. Suppe abschmecken, mit Sesamöl verfeineren und servieren.

Dazu nach Belieben Reis.

 

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13 Kommentare zu “Kimchi-Suppe

    • Das nehme ich mir auch schon seit Ewigkeiten vor. Allerdings habe ich weder Keller noch Balkon, wo ich das Zeug in Ruhe vor sich hin vergären lassen könnte. Der Geruch ist halt schon etwas penetrant. Als ich das erste Mal bei meiner koreanischen Mitbewohnerin im Zimmer war, habe ich mich gefragt was so stinkt – es war der (schon fertige) Kimchi im Kühlschrank. Später habe ich es gar nicht mehr gerochen, aber für einen „normalen“ Mitteleuropäer ist der Geruch dann schon ziemlich penetrant:-)

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  1. Gerade erst gestern beim Einschlafen habe ich über allerlei Rezepte mit Kimchi nachgedacht! Demnächst (hoffentlich) will ich mich nämlich endlich mal an die Zubereitung wagen :)

    Aber sag mal, wo kriegt man den die Gochujang-Paste her? Bisher wurde ich leider nicht mal im Asia-Store fündig…

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    • Ich bekomme meine immer in meinem kleinen Asialaden. Das sind diese rechteckigen roten Plastikboxen mit Chilis drauf und koreanischen Schriftzeichen. Gibt es meistens auch in grün – ich glaube für die koreanische Misopasten Variante. Ich schaue zu Hause noch mal nach, ob da noch mehr drauf steht;-)
      Was übrigens auch sehr lecker ist sind Jiaozi (also Ravioli) gefüllt mit Seidentofu, Kimchi und Glasnudeln. Ich habs bisher leider nur gegessen und noch nicht selber ausprobiert – steht aber auf der imaginären Nachkochliste ziemlich weit oben :-)

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      • Du meinst „Madu“ – Jaaa, die sind unglaublich köstlich, gibt es bei uns zur Zeit mindestens einmal pro Woche mit Gurkenkimchi. :-)
        Und wir haben den Luxus, dass es original koreanisches Kimchi im Kühlregal des Asia-Ladens gibt, da wird man, was das selber machen angeht, faul.

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  2. Ich hatte letzte Woche schon den Chinakohl im Kühlschrank und war voller Tatendrang, aber ich bekam im Supermarkt die spezielle Chilipaste nicht. Also gab es Salat aus dem Chinakohl. Aber ich will es auch unbedingt machen…
    Wir sollten eine Kimchigruppe gründen… ;)
    Liebe Grüße
    Cheriechen

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      • Also wir lassen den Gärtopf nur eine Woche etwa in der Küche stehen, dann wandert er in die Speisekammer und kann da mit dem roten und weißen Sauerkraut und anderem Zeug um die Wette blubbern (und stinken). Aber ich finde den Geruch eigentlich nicht ’schlimm‘, ausserdem kann man viel daran ablesen. Ich bin aber auch gerade auf einem Fermentationstrip, am liebsten würde ich sofort alles ansetzen, wovon ich lese. :D
        Man könnte also davon ausgehen, dass ich etwas voreingenommen bin. ;)
        LG Oli

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